Arminias Trainer Uwe Neuhaus. - © Christian Weische
Arminias Trainer Uwe Neuhaus. | © Christian Weische

Albrechts Arminia Arminia und das Niemandsland - ungewöhnliche Aussichten

Kolumne zum DSC von Patrick Albrecht

Bielefeld. Am 23. Spieltag steht Arminia Bielefeld mit 28 Punkten auf Platz elf. Das bringt etwas Ungewöhnliches mit sich. Zwar gab es beim ostwestfälischen Nachbarn Paderborn zuletzt fünfmal einen Auf- oder Abstieg am Stück, doch auch in Bielefeld konnte man sich nur selten auf eine Restsaison im Niemandsland einstellen. Das liegt daran, dass die Mannschaft unter Uwe Neuhaus zurück in die Spur gefunden hat. Die Kritik, die es nach der Entlassung von Ex-Trainer Jeff Saibene durchaus gab, konnte abgedämpft werden. In seiner kurzen Zeit hat Neuhaus die komplette Arminia-Palette kennengelernt. Von emotionalen Höhepunkten wie in Dresden, einem 2:0-Heimerfolg gegen den HSV bis zur enttäuschenden Leistung gegen den Aufsteiger aus Magdeburg war vieles dabei. Arminia ist und bleibt eine Wundertüte. Leistungsschwankungen gehören dazu. Wundertüte Arminia - der Trend ist positiv Neuhaus scheint jedoch nichts aus der Ruhe zu bringen - hat er in seinen acht Jahren als Zweitligatrainer doch schon Einiges erlebt. Bei Union Berlin und Dynamo Dresden hat er bewiesen, über einen längeren Zeitraum gute Arbeit leisten zu können. Grundsätzlich ist der Trend beim DSC positiv. Ein Grund hierfür ist auch Reinhold Yabo. Ein entscheidendes Puzzleteil, das im Winter neu hinzukam. Mit dem 27-Jährigen läuft der Offensivmotor wesentlich besser, er verleiht der Mannschaft zusätzliche Qualität. 19 Spiele stand der zentrale Mittelfeldmann bislang für den DSC auf dem Platz, steuerte in dieser Zeit fünf Tore und vier Vorlagen bei und bringt spürbar Kreativität ins Bielefelder Spiel. Gehen Arminia und Neuhaus den Weg weiter, den sie eingeschlagen haben, ist für die verbleibenden elf Spieltage nichts mehr zu befürchten. Eine Tatsache, die viele Arminen gerne zur Kenntnis nehmen. Eine entspannte Restsaison, in der sowohl nach unten als auch nach oben nicht mehr viel passieren dürfte, muss schließlich auch mal sein.

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