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Arminia bricht den Bann

Ende der Misserfolgsserie / 2:1-Sieg beim FSV Frankfurt

VON PETER BURKAMP
03.12.2013 | Stand 03.12.2013, 11:28 Uhr
Arminia bricht den Bann - © Arminia
Arminia bricht den Bann | © Arminia

Frankfurt. Aufatmen beim Zweitligaaufsteiger Arminia Bielefeld: Die schwarze Serie von sieben Meisterschaftsniederlagen in Serie ist gebrochen. Nach dem 2:1 (2:1)-Sieg beim FSV Frankfurt herrscht wieder das Prinzip Hoffnung.

Trainer Stefan Krämer wirkte wie alle Bielefelder nach dem Sieg erleichtert. "Das Glück ist wieder ein wenig zu uns zurückgekommen." Auch der sportliche Leiter Samir Arabi zog ein überaus positives Fazit: "Die Mannschaft ist endlich für ihren großen Aufwand belohnt worden."

Krämer hatte seine Elf gegenüber dem 0:2 gegen Bochum auf insgesamt fünf Positionen geändert. Vielleicht war es die Vielzahl an neuen Kräften, dass die Zuordnung nach einer Ecke nicht passte. Gleich zwei Frankfurter standen frei im Fünfmeterraum, Markus Ziereis brachte den Ball schließlich zur FSV-Führung (11.) über die Linie. Dass es überhaupt zur Ecke gekommen war, hatten die Arminen einem Patzer von Appiah und einer Glanztat von Patrick Platins zu verdanken. Der DSC-Keeper rettete einen Querschläger des Verteidigers zur Ecke. Durchatmen mussten die 500 mitgereisten Arminenfans dann nur zwei Minuten später noch einmal: Denis Epsteins Schuss knallte an den Pfosten.

Der Bielefelder Philipp Riese (l.) setzt sich gegen Denis Epstein durch und schießt zum 2:1 ein. FOTO: CHRISTIAN WEISCHE - © Christian Weische 2013
Der Bielefelder Philipp Riese (l.) setzt sich gegen Denis Epstein durch und schießt zum 2:1 ein. FOTO: CHRISTIAN WEISCHE | © Christian Weische 2013

Wie aus dem Nichts fiel das wichtige 1:1 für die Gäste (17.). Marc Lorenz wuchtete den Ball mit links in den Strafraum - er wurde länger und länger und schließlich senkte er sich ins Toreck. Das war das erste Arminentor seit Achahbars 1:0 in Karlsruhe. Der Ausgleich sorgte jedoch nur für einige wenige Minuten Ruhe im Bielefelder Spiel. In der 29. Spielminute waren die Arminen erneut nach einer Ecke nicht auf dem Posten. Nestor Djengoue traf aus der zweiten Reihe den Querbalken. In der Deckung wirkten die Arminen nicht immer sattelfest. Doch sie versuchten nach Balleroberung stets, schnell umzuschalten. Dies gelang mustergültig in der 40. Spielminute. Patrick Schönfeld trieb den Ball nach vorn und spielte Philipp Riese an. Der setzte sich gegen zwei Frankfurter durch und traf zur 2:1-Führung der Gäste. "Es ist unglaublich erleichternd, dass wir es geschafft haben", meinte Riese nach dem Abpfiff.

Wären da nicht die Ecken, den DSC-Fans wäre richtig warm ums Herz geworden. Der nächste Standard für den FSV brachte den nächsten Lattentreffer für die Frankfurter _ erneut durch Djengoue. In der zweiten Halbzeit erkämpften sich die Schützlinge von Trainer Benno Möhlmann die größeren Spielanteile. Die Gäste aus Ostwestfalen hielten jedoch gut dagegen, so dass die Frankfurter trotz einiger guter Möglichkeiten keine Ergebniskorrektur vornehmen konnten. Am Ende war der Jubel im Bielefelder Lager groß. Der Bann ist gebrochen. Am meisten freute sich Geburtstagskind Klos. "Der Sieg ist eine Befreiung für uns", meinte der 26-Jährige.

FSV Frankfurt – Arminia Bielefeld 1:2

Frankfurt: Klandt – Huber, Schlicke, Manuel Konrad, Teixeira – Kauko (63. Leckie), Djengoue – Michael Görlitz, Epstein (87. Kandziora) – Yelen, Ziereis (63. Roshi)

Bielefeld:
Platins – Appiah, Hübener, Hornig, Feick – Burmeister, Riese – Schönfeld (74. Achahbar), Christian Müller (71. Jerat), Lorenz – Klos (70. Rahn)

Tore: 1:0 Ziereis (11.), 1:1 Lorenz (17.), 1:2 Riese (40.)

Zuschauer: 5.129

Schiedsrichter: Bibiana Steinhaus (Hannover)

Gelbe Karten: Kauko – Schönfeld, Riese (4), Lorenz (3), Feick (4)

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