Arminia: "Sehr gute Gespräche mit den Gläubigern"

Hartmut Ostrowski einstimmig in den Wirtschaftsrat gewählt

Arminia: "Sehr gute Gespräche mit den Gläubigern" - © Arminia
Arminia: "Sehr gute Gespräche mit den Gläubigern" | © Arminia

Bielefeld (pep/frz). In diesen Momenten erstatten die  Verantwortlichen Arminia Bielefelds während der Jahreshauptversammlung ihren Mitgliedern Bericht. An den reinen Zahlen hat sich gegenüber dem vergangenen Geschäftsjahr kaum etwas verändert, dafür ist hinter den Kulissen einiges geschehen.

Die "Arminia-Gruppe", bestehend aus dem eingetragenen Verein (e.V.), der Stadiongesellschaft und der KGaA für den Profibereich, hat zum 30. Juni 2013 25.669 Millionen Euro Verbindlichkeiten gegenüber Dritten. Im Vorjahr beliefen sich die Schulden auf  25,7 Millionen Euro.

Den Löwenanteil der Verbindlichkeiten trägt nun jedoch die Stadiongesellschaft mit rund 20 Millionen Euro -  vorher der e.V. Alm-KG-Geschäftsführer Gerrit Meinke berichtete, dass er "nahezu mit allen Gläubigern sehr gute Gespräche" geführt habe: "Die Bereitschaft, Arminia zu unterstützen ist da." Meinke verhandelt über Stundungen und Streckungen  von Zins und Tilgung. Darüber hinaus ist die Umwandlung von Verbindlichkeiten in Anteile an der Stadiongesellschaft ein großes Thema.

Die Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung von Arminia Bielefeld. - © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE
Die Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung von Arminia Bielefeld. | © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE

Da es mehr als erwartet juristische und steuerliche Fragen zu klären gab, habe sich die Umwandlung verzögert. Für 2,5 Millionen Euro besteht eine Vereinbarung. Die Arminen gehen davon aus, dass im nächsten Jahr weitere 2,5 Millionen gewandelt werden. Die Insolvenz von Hauptsponsor getgoods.de belastet die KgaA mit rund 500.000 Euro. "Wir arbeiten daran, diesen Ausfall zu kompensieren und haben schon einige Ideen", sagte KGaA-Geschäftsführer Marcus Uhlig. Derzeit prüfe der Klub zusammen mit seiner Agentur Sportfive alle - auch juristischen- Möglichkeiten.

Am späten Montagabend wählten die Mitglieder den 55-jährigen ehemaligen Bertelsmann-Manager Hartmut Ostrowski einstimmig bei einer Enthaltung in den Wirtschaftsrat und damit gleichzeitig in den Aufsichtsrat als Vorsitzenden. Nach der Wahl betonte Ostrowski, dass er selbst kein Geld mitbringe, aber über große Managementerfahrungen verfüge und zahlreiche OWL-Firmen persönlich kenne. In den letzten zwei Monaten habe er sich intensiv mit Arminia beschäftigt. Er sei dabei zu der Erkenntnis gekommen, dass der Verein gut geführt sei, aber finanziell noch nicht im Gleichgewicht sei. "Es ist noch viel zu tun. Darum bin ich hier." so Hartmut Ostrowski wörtlich.

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