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Arminias Talfahrt hält an

0:3-Niederlage nach guter erster Halbzeit beim VfR Aalen

VON JÖRG FRITZ
20.10.2013 | Stand 20.10.2013, 13:54 Uhr
Arminias Talfahrt hält an - © Arminia
Arminias Talfahrt hält an | © Arminia

Bielefeld. Arminia Bielefeld hat die Negativserie der vergangenen Wochen nicht beenden können. In Aalen unterlag der Zweitligaaufsteiger vor 5.904 Zuschauern nach 55 starken Minuten letztlich noch mit 0:3 (0:1). Andreas Hofmann (61.), Manuel Junglas (71.) und Robert Lechleiter (81.) trafen für die Gastgeber.

"Nach dem 0:1 sind wir auseinander gebrochen und haben den Glauben an uns verloren", sagte der neue Kapitän Manuel Hornig nach der dritten Saisonniederlage in Folge. Verschlossen gaben sich die DSC-Verantwortlichen vor dem Anstoß beim Thema Thomas Hübener. Der bisherige Mannschaftskapitän war aus persönlichen Gründen von seinem Amt zurückgetreten, "um sich ganz auf seine fußballerische Leistung zu konzentrieren", sagte Trainer Stefan Krämer. "Der Aufwand für Medien, Werbetermine und anderes ist zu groß geworden", ergänzte Hübener.

Arminias Trainer Stefan Krämer versucht Christian Müller – einen der Besten in Aalen – nach der 0:3-Niederlage wieder aufzurichten. - © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE
Arminias Trainer Stefan Krämer versucht Christian Müller – einen der Besten in Aalen – nach der 0:3-Niederlage wieder aufzurichten. | © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE

Gegenüber der 0:3-Niederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern nahm Krämer drei Änderungen vor. Für Marc Lorenz, Patrick Schönfeld und Fabian Klos spielten Sebastian Hille, Tim Jerat und Francky Sembolo an. Stefan Krämer wählte aufgrund des Ausfalls von Fabian Klos ein neues Spielsystem und lag mit seinem 4:3:3 zunächst richtig. Im Vordergrund stand die Devise, dass im Gegensatz zu den vergangenen Begegnungen ein frühes Gegentor unbedingt vermieden werden sollte. Dieses Unterfangen klappte fast eine Stunde lang, da Manuel Hornig wie ein Fels in der Brandung stand.

Christian Müller Mittelstürmer

Die Aalener, die wie die Arminen zuletzt zwei Niederlagen in der Meisterschaft und jeweils eine Pokalpleite kassiert hatten, blieben lange Zeit hinter den Erwartungen zurück und erkämpften sich kaum nennenswerte Tormöglichkeiten. Besser machten es die Gäste aus Ostwestfalen, die in Christian Müller einen Mittelstürmer besaßen, der immer anspielbereit war und zwei gute Möglichkeiten zur Führung hatte. In der 12. Minute traf der 29-Jährige nur den Pfosten. In der 24. Minute verhinderte Aalens Torhüter Jasmin Fejzic nach einem Distanzschuss von Müller mit einer Glanzparade das durchaus verdiente 1:0 für Arminia.

Die Blicke der rund 300 mitgereisten DSC-Anhänger richteten sich vor allem auf Francky Sembolo, der erstmals seit Mai in einem Meisterschaftsspiel von Beginn an spielte. Der Neuzugang mühte sich, fand aber nicht die Bindung zum Team. Die in der zweiten Halbzeit ein wenig forscher spielenden Gastgeber – bedingt durch einen Bielefelder Leistungsabfall – wurden schließlich belohnt. Das 1:0 für Aalen war ein Tor mit Ansage. Robert Lechleiter und Michael Klauß (54. und 60.) scheiterten noch. Besser machte es Andreas Hofmann (61.), der sich gegen Arne Feick durchsetzte und flach in die Ecke zum 1:0 einschoss. Manuel Junglas erhöhte auf 2:0 (72.), ehe Robert Lechleiter in der 81. Minute alles klar machte. "Ich mache mir keine Sorgen. Die Mannschaft ist stabil. Es war klar, dass nach vielen Erfolgen auch mal so eine Phase kommt und wir uns eine blutige Nase holen", bilanzierte DSC-Trainer Stefan Krämer.

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