Philipp Riese (r.) lässt in der Nachspielzeit Aues Keeper Sascha Kirschstein keine Chance und erzielt das 2:0. - © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE
Philipp Riese (r.) lässt in der Nachspielzeit Aues Keeper Sascha Kirschstein keine Chance und erzielt das 2:0. | © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE

Arminia Bielefeld folgt dem Trainer

Krämer freut sich in Aue über eine 30-minütige absolute Spielkontrolle

VON JÖRG FRITZ

Bielefeld. "Nein, nein und noch einmal: nein." Arminia Bielefelds Trainer Stefan Krämer hatte eine feste Meinung zu den Folgen des 2:0-Auswärtserfolges beim FC Erzgebirge Aue am Freitagabend, der den Aufsteiger in der Tabelle bis Sonntagmittag auf Rang drei klettern ließ.

"Der Tabellenplatz interessiert mich überhaupt nicht", meinte Krämer. "Erst nach dem 26. Spieltag riskiere ich einen Blick darauf", verdeutlichte der Bielefelder Coach seine Einstellung. Diese sicherlich sehr erfreuliche Momentaufnahme mit elf Punkten aus sieben Meisterschaftsspielen lässt Krämer aber nicht ruhen. "Wir wissen, was auf uns noch zukommen wird. Ein Schlendrian oder sogar Hochnäsigkeit wird bei uns nicht aufkommen", verspricht der 46-Jährige. Krämer wirkte nach dem Abpfiff in Aue jedoch ein wenig gelöster als nach den meisten Meisterschaftsspielen zuvor.

Viele Dinge, die während der Länderspielpause im Training erarbeitet wurden, "haben meine Spieler sehr gut umgesetzt", sagte der DSC-Coach. Die Vorgabe, endlich einmal zu Null zu spielen, wurde zu 100 Prozent erfüllt, "ohne dass dabei unsere Spielidee negativ beeinflusst wurde.",. Die spielerische Dominanz der Bielefelder in den ersten 30 Minuten war in der Tat verblüffend. "Wir besaßen in dieser Phase die absolute Spielkontrolle. Es war das beste Auswärtsspiel, seitdem ich bei Arminia im Amt bin", schwärmte der Trainer.

Dass Glück in einem Fußballspiel häufig eine zentrale Rolle spielt, wurde zu Beginn der zweiten Halbzeit deutlich, als Christian Müller (47.) zum 1:0 einköpfte. Es war ein Treffer genau zum richtigen Zeitpunkt, da Aue zwischen der 30. und 45. Minute vier zum Teil sehr gute Möglichkeiten ungenutzt ließ. Die DSC-Führung schockte die Gastgeber, die bis auf einen Lattenknaller von Guido Kocer (88.) für die Arminen wieder berechenbarer wurden. Den Schlussstrich setzte Philipp Riese in der Nachspielzeit, der einen Konter zum 2:0-Endstand abschloss. Aues Trainer Falko Götz sah den Unterschied zwischen beiden Mannschaften "in der fehlenden Entschlossenheit seiner Elf und der kompakteren Spielweise der Bielefelder."

Nach einem freien Tag am Sonntag beginnen die Arminen heute die Vorbereitungen für das nächste Heimspiel am Samstag gegen den SV Sandhausen. "Wir werden auf dem Teppich bleiben", sagte Krämer, "denn Sandhausen hat eine starke Mannschaft."

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