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Der damalige Trainer Michael Frontzeck (l.) und Mathias Hain feiern am 17. Mai 2008 Arminias Klassenerhalt in Stuttgart. Heute arbeiten beide in St. Pauli. - © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
Der damalige Trainer Michael Frontzeck (l.) und Mathias Hain feiern am 17. Mai 2008 Arminias Klassenerhalt in Stuttgart. Heute arbeiten beide in St. Pauli. | © FOTO: WOLFGANG RUDOLF

Ein bisschen Arminia steckt immer noch in Hain

St. Paulis Torwarttrainer freut sich am Sonntag auf ein Wiedersehen mit ehemaligen Mitstreitern

VON JÖRG FRITZ
07.08.2013 | Stand 07.08.2013, 19:29 Uhr

Bielefeld. "Es fällt mir schon ein bisschen schwer zu sagen, dass wir am Sonntag gewinnen wollen." Auch fünf Jahre nach seinem Abschied aus Bielefeld verbindet Mathias Hain noch viele positive Erlebnisse mit den Jahren 2000 bis 2008, in denen er zwischen den Pfosten Publikumsliebling beim DSC Arminia Bielefeld war.

"Ich freue mich daher sehr, am Sonntag um 13.30 Uhr einige gute Bekannte wiederzusehen", sagt der 40 Jahre Ex-Keeper, der nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn beim FC St. Pauli 2011 sich seitdem um die Torhüter des Reeperbahn-Klubs kümmert. Geschäftsführer Marcus Uhlig, Zeugwart Reiner Schonz und natürlich "Rübe" Kauf zählen zu den Arminen, die damals schon seine Begleiter waren.

Information

Pokaleinnahme nicht direkt investiert

  • "Arminias nicht geplante Zusatz-Einnahme in Höhe von rund 230.000 Euro durch das Erreichen der 2. Runde im DFB-Pokal wird nicht direkt investiert", sagt Geschäftsführer Marcus Uhlig. Erst müsse sich der Kader verkleinern, "ehe wir uns mit Neuzugängen beschäftigen", sagt Uhlig.
  • Der sportliche Leiter Samir Arabi ergänzt: "Wir stehen weiter mit Kwame Nsor in Kontakt, der in der vergangenen Woche einen guten Eindruck als Testspieler hinterlassen hatte."

Die fünfjährige Zugehörigkeit Arminia Bielefelds in der 1. Bundesliga habe ihn sehr geprägt", erzählt Hain. "Viele Spieler, die in anderen Klubs nicht zurecht gekommen waren, haben sich am Teuto getroffen und sich zu einer funktionierenden Einheit mit ähnlichen Vorstellungen entwickelt", nennt Hain die Gründe für die damalige Homogenität der Mannschaft. "Es hatte zu 100 Prozent funktioniert."

Torwart-Coach ist Traumjob für Hain

Dass Arminia einige Jahre später sogar den Weg in die 3. Liga antreten musste, hatte sich Hain nicht vorstellen können. "Es sind aus unterschiedlichen Gründen zu viele Leute abgegeben worden, die den Verein geprägt haben. Es ist zu viel Herzblut verschwunden", lautet seine Analyse.

Arminias Rückkehr in die 2. Liga ist für Hain daher eine besondere Freude. "Trainer Stefan Krämer lebt den neuen Weg des Fußballs in Bielefeld vor, der von den Fans auch wieder honoriert wird", meint Hain.

Er selbst hat als Torwart-Coach in St. Pauli seinen Traumjob gefunden. "Ich kann jetzt den jungen Leuten die Dinge zurückgeben, die ich während meiner eigenen Laufbahn erfahren habe." Das Flair von St. Pauli ist für ihn eine zusätzliche Motivation: "Hier existiert kein Personenkult. Nur das Kollektiv zählt. Und wenn die Mannschaft 90 Minuten Leidenschaft zeigte, ist es den meisten Fans auch egal, was am Ende als Ergebnis herauskommt."

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