Arminia: Der Glaube an einen perfekten Freitag

Innenverteidiger Hornig geht mit gutem Gefühl in die Partie gegen Union Berlin

VON JÖRG FRITZ
Arminia trifft im ersten Heimspiel auf Union Berlin - © Arminia
Arminia trifft im ersten Heimspiel auf Union Berlin | © Arminia

Bielefeld. Heute um 18.30 Uhr ist Manuel Hornig in seinem Element. "Spiele am Freitagabend haben einen besonderen Reiz", meint der Innenverteidiger des DSC Arminia Bielefeld. "Es herrscht eine viel bessere Stimmung. Die Fans werden uns sicherlich den entscheidenden Schub für ein gutes Spiel geben."

Vor dem ersten Heimauftritt in der noch jungen Saison gegen Union Berlin fühlt sich der 30 Jahre alte Blondschopf geradezu erleichtert. Der Lehramtsstudent mit den Fächern Geografie und Sport an der Universität Mainz hat seine Examensarbeit endlich abgeschlossen. 100 Seiten hat der Abwehrrecke über eine empirische Untersuchung zu Papier gebracht. Aktuelle und ehemalige Fußballer, die mindestens ein Jahr lang in der Bundesliga gespielt haben mussten, beantworteten einen Fragenkatalog darüber, weshalb es einige Akteure bis in die Erstklassigkeit, andere es aber nur bis zur Kreisliga bringen.

In Fürth feierte Arminias Routinier seinen 28. Einsatz in der zweithöchsten deutschen Spielklasse. Mit dieser Quote gehört er zu den Arminen mit der größten Erfahrung in dieser Liga. Spitzenreiter in der Wertung ist Oliver Petersch. Der Außenbahnspieler, der für den verletzten Christian Müller in die Startelf rückt, verzeichnet 83 Einsätze. Auf den Plätzen folgen Philipp Heithölter (61), Christian Müller (58), Patrick Schönfeld (46), Johannes Rahn (40), Sebastian Glasner (35) und Francky Sembolo (33).

Hornig: "Bringen Qualität mit"

Im Vergleich zum Gegner aus Berlin-Köpenick ist die Bezeichnung "Greenhorn" daher durchaus zutreffend für den Aufsteiger aus Ostwestfalen. Die Union-Spieler kommen auf eine Summe von 1.584 Einsätzen in der 2. Bundesliga, Arminias Profis hingegen nur auf 456 Spiele.

Dass Arminia aufgrund dieser statistischen Werte chancenlos sei, bestreitet Hornig. "Wir sind beim 0:2 in Fürth nicht ausgespielt worden und hatten die weitaus klareren Torchancen", nennt Hornig zwei gute Gründe für ein Erfolgserlebnis gegen Union. "Wir bringen schließlich Qualität mit."

Persönlich fühlt sich Hornig noch nicht hundertprozentig in Topform, "da ich die ersten zehn Tage der Vorbereitung wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel nicht mitmachen konnte und daher noch mehr Spielpraxis benötige." In den beiden Spielzeiten zuvor hatte er jeweils auf die komplette Vorbereitung wegen einer Knöcheloperation (2012) und eines Meniskuseinrisses (2011) verzichten müssen.

Was fehlt ist ein Sieg

Der Lehrer in spe geht mit "einem guten Gefühl" in die 90 Minuten gegen die Hauptstadt-Elf. Hornig: "Ich genieße jedes Spiel in der 2. Liga." Fehlt eigentlich nur noch ein Sieg zu (s)einem perfekten Freitagabend.

Arminias Innenverteidiger Manuel Hornig (l.) klärt vor dem Fürther Nikola Djurdjic. - © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE

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