0

Ex-Profi Rüdiger Kauf stieg beim VfL auf und traut dem DSC viel zu

Osnabrück ist eine Feier wert

VON PETER BURKAMP
10.05.2013 | Stand 10.05.2013, 11:04 Uhr
Ex-Profi Kauf stieg beim VfL auf und traut dem DSC viel zu - © Arminia
Ex-Profi Kauf stieg beim VfL auf und traut dem DSC viel zu | © Arminia

Bielefeld. Dass es am Samstag "nur" um die Rückkehr in die Zweitklassigkeit geht, sollte der Motivation der DSC-Profis keinen Abbruch tun. "Solche Spiele erlebt man als Fußballer nicht oft. Du hast ein Derby vor eigenem Publikum, das Stadion ist ausverkauft und du kannst direkt aufsteigen – das ist das Größte, was man im Sport erleben kann", schwärmt Rüdiger Kauf. Der Bielefelder Ex-Profi muss es wissen. Vor neun Jahren stand Arminias Rekord-Bundesligaspieler (168 Einsätze) in Osnabrück neben anderen auch mit dem langjährigen DSC-Kapitän Mathias Hain auf dem Platz. Am Samstag wird Kauf auch dabei sein. Auf der Tribüne. "Rübe" rechnet mit einem ganz schweren Spiel. "Man kennt ja Pele Wollitz. Der wird seine Spieler richtig heißmachen. Osnabrück wird mit Vollgas in die Partie gehen."

So war es auch 2004. Der Rivale aus dem benachbarten Niedersachsen war am vorletzten Spieltag schon längst abgestiegen, "aber den Erfolg haben sie uns nicht gegönnt. Die Osnabrücker sind hart eingestiegen. Ich weiß noch, dass Petr Gabriel nach einem Check an die Bande vorzeitig vom Platz musste", erinnert sich Kauf.

Mit der Härte der Osnabrücker kamen die Arminen nicht gut klar. Sie vermochten ihr Potenzial kaum auszuschöpfen und schafften es nicht, das erlösende 1:0 zu erzielen. Es war eine Frage der Nerven.
Dass die Anspannung auch am Samstag bei beiden Mannschaft hoch sein wird, sei zu erwarten, aber völlig normal, meint Kauf. "Da muss man versuchen, kühlen Kopf zu bewahren." Alle Heimspiele und auch einige Auswärtsauftritte hat der 38-Jährige in dieser Serie gesehen. Er traut seinen Nachfolgern zu, auch das Spiel gegen Osnabrück erfolgreich über die Bühne bringen zu können, denn: "Die Mannschaft wirkt in den vergangenen Wochen gefestigt."

Mathias Hain (l.) und Rüdiger Kauf schafften mit Arminia 2004 am vorletzten Spieltag in Osnabrück den Aufstieg in die 1. Liga. Kauf arbeitet aktuell beim DSC und drückt gegen Osnabrück die Daumen. Hinten schaut Roland Benschneider. - © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
Mathias Hain (l.) und Rüdiger Kauf schafften mit Arminia 2004 am vorletzten Spieltag in Osnabrück den Aufstieg in die 1. Liga. Kauf arbeitet aktuell beim DSC und drückt gegen Osnabrück die Daumen. Hinten schaut Roland Benschneider. | © FOTO: WOLFGANG RUDOLF

Besonders die Effektivität der aktuellen Arminia hat den gebürtigen Schwaben beeindruckt. "Es war enorm wichtig, in der Schlussphase kontinuierlich zu punkten. Das ist das einzige, was zählt", meint Kauf. Gelingt am Samstag ein Dreier gegen Osnabrück, steigt auch Rüdiger Kauf ein bisschen auf. Nach 2002 und 2004 zum dritten Mal.

Rüdiger Kauf ist seit dem Karriereende in Bielefeld 2011 als Praktikant beim DSC beschäftigt und hat in den vergangenen Monaten in alle Abteilungen reinschnuppern können. Derzeit unterstützt er Arminias sportlichen Leiter Samir Arabi beim Scouting. "Bis zum November ist es so geregelt", sagt Kauf, der gern bei Arminia weiterarbeiten würde. Im Aufstiegsfall könnten die Arminen sicherlich eine erfahrene Kraft gebrauchen.

Jetzt weiterlesen?

Webabo abschließen und 1. Monat gratis lesen

9,90€/Monat
  • Alle Artikel frei
  • Flexibel monatlich kündbar

Jahresabo abschließen und dauerhaft sparen

99€/Jahr
  • Alle Artikel frei
  • 19,80€ im Jahresabo sparen

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group