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Arminias Innenverteidiger Hornig will gegen Osnabrück anspielen

"Aber nicht um jeden Preis"

VON JÖRG FRITZ
07.05.2013 | Stand 07.05.2013, 12:41 Uhr
Arminias Hornig will gegen Osnabrück anspielen - © Arminia
Arminias Hornig will gegen Osnabrück anspielen | © Arminia

Bielefeld. Blut und Wasser schwitzte Manuel Hornig, als der Innenverteidiger des Fußball-Drittligisten Arminia am Freitagabend im Stuttgarter Gazi-Stadion wegen einer Oberschenkelverletzung bereits nach 14 Minuten den Platz verlassen musste. "Ich war fix und fertig, nachdem der Schiedsrichter die Partie abgepfiffen hatte und der 1:0-Sieg beim VfB Stuttgart II feststand", erzählt der 30-Jährige, der in der Mannschaft von Trainer Stefan Krämer als gesetzter Spieler gilt. "Wenn Manuel gesund ist, spielt er immer", sagt der Trainer.

Derzeit ist Hornig, der einen ligaunabhängigen Vertrag für die Spielzeit 2013/14 besitzt, alles andere als fit. Noch am Freitagabend machte sich Hornig auf den Weg in seine südpfälzische Heimat Rheinzabern, "um mich bei meinem Arzt des Vertrauens untersuchen zu lassen." Mit großer Erleichterung nahm der Abwehrspieler die Diagnose zur Kenntnis. "Gerissen ist nichts, ich habe mir nur eine Zerrung zugezogen", erklärt der Blondschopf.
Am späten Sonntagabend kehrte der Armine nach Bielefeld zurück. "Ruhe, nichts als Ruhe soll den Heilungsprozess beschleunigen", berichtet der Pechvogel nach einem ärztlichen Besuch am Montag. Es wird ein Wettlauf mit der Zeit", glaubt der Routinier, der nach einer Knöcheloperation in der Sommerpause des vergangenen Jahres erst verspätet die Vorbereitung auf die aktuelle Saison in Angriff nehmen konnte.

Manuel Hornig (l.) ist sich nach seiner Notbremse gegen Daniel Nagy (am Boden) bewusst, dass er Rot sehen wird. Die Karte zieht Schiedsrichter Felix Zwayer umgehend aus seiner rechten hinteren Hosentasche heraus. - © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE
Manuel Hornig (l.) ist sich nach seiner Notbremse gegen Daniel Nagy (am Boden) bewusst, dass er Rot sehen wird. Die Karte zieht Schiedsrichter Felix Zwayer umgehend aus seiner rechten hinteren Hosentasche heraus. | © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE

Hornigs vorrangigstes Ziel ist natürlich das "Endspiel" am Samstag gegen den VfL Osnabrück (13.30 Uhr in der Schüco-Arena vor 26.500 Zuschauern). "Ich will mitspielen, aber nicht um jeden Preis", sagt Hornig. "Die Gesundheit ist schließlich mein Kapital."
Die Vorzeichen für dieses möglicherweise richtungweisende Spiel für die Gastgeber stuft Hornig als "gut" ein. "Wir haben es in der Hand, mit einem Sieg den vorzeitigen Aufstieg in die 2. Liga am 37. Spieltag zu schaffen." Andererseits beschreibt er die Ausgangslage jedoch auch als "sehr gefährlich. Osnabrück ist eine sehr starke Mannschaft. Ein Unentschieden könnte vielleicht schon zu wenig sein, weil man nicht weiß, was am letzten Spieltag alles noch passieren kann."

Die Klasse der Osnabrücker hat Arminia bereits im Hinspiel zu spüren bekommen, als die Ostwestfalen mit einer großen Portion Glück, aber auch Können ein glückliches 0:0 mit nach Hause nahmen. Manuel Hornig spielte hierbei eine Hauptrolle. Nach einer Notbremse in der 65. Minute gegen Daniel Nagy sah Hornig die Rote Karte und wurde für drei Spiele gesperrt. Statt Schelte seiner Teamkollegen erntete Hornig Anerkennung, da er aufgrund dieses taktischen Fouls ein mögliches Führungstor der Osnabrücker verhindert hatte. "Manuel hat sich für die Mannschaft geopfert", meinte Torhüter Patrick Platins, während der Ex-Osnabrücker Stephan Salger anmerkte: "Er hat genau das Richtige gemacht und versucht, den VfL-Spieler noch vor dem Strafraum zu stoppen. Auch Stefan Krämer fand nur anerkennende Worte: "Ich habe ihm meine größte Hochachtung ausgesprochen."

Vor allem Krämer hofft, dass Hornig morgen oder spätestens am Donnerstag wieder in das Teamtraining einsteigt. "Dann sehe ich für ihn eine gute Chance, dass Manuel auch am Samstag auflaufen wird", sagt der DSC-Coach. Diese Hoffnung hat auch Hornig. "Es gibt nichts Schöneres, als auf der Alm vor ausverkauftem Haus aufzusteigen. Das möchte ich mir nicht entgehen lassen."

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