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Mehmet Kara ist momentan Münssters erfolgreichster Torjäger. - © FOTO: JÜRGEN PEPERHOWE
Mehmet Kara ist momentan Münssters erfolgreichster Torjäger. | © FOTO: JÜRGEN PEPERHOWE

Münsters Winter-Zugang trifft aus allen Rohren

Friedrich-Grüße aus Chicago an Arminia Bielefeld

VON JÖRG FRITZ
07.03.2013 | Stand 06.03.2013, 18:27 Uhr

Bielefeld/Münster. Mehmet Kara ist derzeit der Shooting-Star in der 3. Fußballliga. Der Winter-Zugang von Preußen Münster, der für eine sechsstellige Ablösesumme um rund 100.000 Euro vom türkischen Erstligisten Genclerbirligi Ankara im Januar zu den Preußen wechselte, war am vergangenen Samstag beim 3:1-Sieg gegen den VfL Osnabrück mit einem 14-Minuten-Hattrick der überragende Akteur auf dem Platz.

Zuvor hatte der 29-Jährige bereits beide Tore beim 2:0-Heimsieg gegen den Hallescher FC erzielt. "Fünf Tore in vier Meisterschaftsspielen – meine Rückkehr nach Münster ist bislang nicht schlecht verlaufen", sagt der in Werne (Westfalen) geborene Sohn türkischer Eltern. Seine neue Torgefährlichkeit führt Kara auf ein einjähriges Gastspiel in der vergangenen Saison beim Zweitligisten SC Paderborn und eine Stippvisite von nur wenigen Monaten bim türkischen Spitzenklub Ankara zurück.

"Diese Wechsel haben mir gutgetan", sagt Kara trotz einer enttäuschend verlaufenen Halbserie in der Türkei. "Der Trainer hat kein einziges Wort mit mir gesprochen. Ich war Luft für ihn", schildert Kara seine Probleme und entschloss sich zu einer Rückkehr nach Münster. Dort stand er bereits von 2007 bis 2011 unter Vertrag.

Freiheiten vom Trainer

Der früher oft als "Chancentod" abgestempelte Mittelfeldakteur führt seine aktuelle Torgefährlichkeit auf ungewohnte Freiheiten zurück, die ihm Trainer Pavel Dotchev einräumt. "Ich spiele jetzt auf meiner Lieblingsposition hinter den Spitzen, während ich in der Vergangenheit als Außenbahnspieler größere Probleme hatte, Tore zu schießen."

Sein Trainer hält den Ball jedoch sehr flach, wenn er Karas Leistungsexplosion beurteilen soll. "Natürlich ist er ein großer Teil unseres Erfolges", räumt Dotchev ein. "Gleichwohl ist aber die Mannschaft der Star, die gegen Osnabrück vor allem in der ersten Halbzeit Großartiges vollbrachte."

Sowohl Kara als auch der Preußen-Coach ziehen ihren Hut vor den Leistungen der Bielefelder. "Sie spielen momentan sehr selbstbewusst und sind ein eingespieltes Team", lautet seine Erklärung für die 16 gewonnenen Punkte der Bielefelder aus den sechs Meisterschaftsspielen im neuen Jahr. Karas Einschätzung: "Die Arminia ist eine sehr junge und athletische Truppe, die von einem sehr guten Trainer geführt wird. Ich habe selbst in der Türkei ihre Spiele mit Interesse im Fernsehen verfolgt."

Samstag noch keine Vorentscheidung

Einigkeit erzielen Dotchev und sein Bielefelder Kollege Stefan Krämer in der Beurteilung dieses Spitzenspiels zwischen dem Tabellendritten und dem -vierten. "Der Gewinner am Samstag darf sich nicht schon als Aufsteiger fühlen", meint Dotchev. "Am Samstag fällt noch keine Vorentscheidung", glaubt auch Krämer. "Allerdings wird der Spielraum für Fehler immer kleiner. Wie Münster haben wir noch elf Endspiele vor uns, in denen 33 Punkte zu vergeben sind."

Prominente Facebook-Grüße aus Chicago erhielt Arminia Bielefeld vom ehemaligen Spieler Arne Friedrich (2000 bis 2002). Der gebürtige Bad Oeynhausener spielt seit knapp einem Jahr für Chicago Fire: "Ich hoffe, es klappt mit dem Aufstieg. Arminia gehört wieder nach oben."

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