Krämer lässt Arminia rotieren

Ausfallserie gut überstanden

Krämer lässt Arminia rotieren - © Arminia
Krämer lässt Arminia rotieren | © Arminia

Bielefeld (pep). Tim Jerat fehlte drei Spiele, Manuel Hornig und Thomas Hübener mussten je eine Partie aussetzen, Dennis Riemer fehlt seit Wochen wegen eines Kreuzbandrisses, gegen Unterhaching musste Tom Schütz passen, Fabian Klos humpelte zwei Mal in Folge vom Platz und Patrick Schönfeld, Christian Müller und Felix Burmeister stehen erst seit kurzem wieder im Mannschaftstraining.

Arminias Liste der Ausfälle in den vergangenen Wochen ist lang. Trotzdem schafften es die Schützlinge von Trainer Stefan Krämer nicht nur den Anschluss zu halten – sie holten sogar einen Platz auf. "Ich glaube unser großer Vorteil zur Vorsaison ist, dass wir in der Breite besser aufgestellt sind", sagt Tim Jerat. Allein an seiner Position im defensiven, zentralen Mittelfeld lässt sich diese These bestätigen. Neben Tom Schütz tauchten in den vergangenen Wochen Philipp Riese, Manuel Hornig und Thomas Hübener auf.

Mittelfeldspieler Tim Jerat. - © FOTO: WEISCHE
Mittelfeldspieler Tim Jerat. | © FOTO: WEISCHE

Der Kapitän sprang am Samstag gegen Unterhaching für den angeschlagenen Schütz ein. Bis zum Vormittag hatten die DSC-Verantwortlichen noch auf einen Einsatz des früheren Bayern-Spielers gehofft. Dann entschieden sie sich, Schütz und seine lädierte Achillessehne zu schonen, damit er am nächsten Samstag bei seinem Ex-Klub Babelsberg wieder dabei sein kann.

Der etatmäßige Innenverteidiger Thomas Hübener machte seine Sache ordentlich. Krämer ließ ihn ins Mittelfeld rotieren, weil Manuel Hornig in Saarbrücken noch an gleicher Stelle "einen sehr hohen läuferischen Aufwand betrieben hatte". Schafft es Tom Schütz, durch die kurze Pause wieder fit zu werden, könnte in Babelsberg das Mittelfeld-Duo wieder Jerat/Schütz heißen.

Auf sämtlichen Positionen in der Offensive dürfen sich die bisherigen Stammkräfte nicht auf ihren Erfolgen ausruhen. So interpretierte Pascal Testroet die Rolle des "Zehners" gegen Unterhaching so effektiv, dass Stefan Krämer es schwer fallen dürfte, sich zwischen ihm und Patrick Schönfeld zu entscheiden.

Mit der Rückkehr einiger verletzter Spieler wird zwangsläufig die Zahl derer größer, die auf die Tribüne müssen. "Es wird Härtefälle geben, aber das gehört dazu. Der Erfolg der Mannschaft steht über allem", sagt Stefan Krämer. Und bislang scheint die Mannschaft das zu akzeptieren. Krämer wird nicht müde zu betonen, dass das "funktionierende Kollektiv" einer der Gründe für Arminias Erfolg sei.

Diese Atmosphäre trägt wohl auch dazu bei, dass "sich Arminia für mich richtig gut anfühlt", sagt Krämer. Und sobald der DSC-Coach davon überzeugt ist, dass das auch künftig so sein kann und "wir uns intern einig über den gemeinsamen Weg des Klubs sind", dürfte der Vertragsverlängerung des Trainers nichts mehr im Wege stehen.

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