0

Trainer Krämer schwärmt von seinen Jungs

Vertragsverlängerung: Arminia wartet auf Ja-Wort vom Coach

VON JÖRG FRITZ
11.02.2013 | Stand 11.02.2013, 13:55 Uhr
Krämer schwärmt von seinen Jungs - © Arminia
Krämer schwärmt von seinen Jungs | © Arminia

Bielefeld. Als Rheinländer ist Stefan Krämer dem Karneval keinesfalls abgeneigt. In diesem Jahr aber entsagt sich Arminia Bielefelds Trainer dem närrischen Treiben. "Wir befinden uns momentan in einer sehr sensiblen Saisonphase. Ich habe sehr viel zu tun", sagte Krämer nach dem 2:0 (1:0)-Heimsieg vor 7.211 Zuschauern in der Schüco-Arena.

Nach diesem "Dreier", der Arminias Ruf als stärkste Heimmannschaft der 3. Liga bekräftigte, gab Krämer eine Liebeserklärung an sein gut funktionierendes Kollektiv ab. "Wir haben eine sehr gute Breite im Kader, deshalb hatten wir durch unsere zahlreichen Ausfälle auch keinen Qualitätsverlust zu verzeichnen." Sieben Akteure mussten verletzungsbedingt oder durch Sperren ersetzt werden. "Andere sind in die Bresche gesprungen und haben nach dem Motto, nicht jammern, sondern kämpfen, erstklassige Arbeit geleistet", fasste Tom Schütz die 90 Minuten gegen Erfurt zusammen.

Die Arminia-Profis und Trainer Krämer feiern nach dem Schlusspfiff gegen Erfurt. - © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
Die Arminia-Profis und Trainer Krämer feiern nach dem Schlusspfiff gegen Erfurt. | © FOTO: WOLFGANG RUDOLF

Schütz sorgte mit einem fantastischen Volleyschuss aus 20 Metern in der 71. Minute für den 2:0-Endstand. Zuvor hatte Sebastian Hille (23.) mit seinem sechsten Saisontor die 1:0-Führung erzielt. In der Schlussphase feierte Neuzugang Sebastian Glasner seine fünf Minuten dauernde Premiere im DSC-Dress, während U-19-Akteur Patrick Mainka erstmals im Aufgebot des Tabellenvierten stand.

Arminia wartet auf Ja-Wort von Krämer

Trotz der zahlreichen Ausfälle hatte Krämer niemals Zweifel. "Es ist der Geist der gesamten Mannschaft, der mir ein gutes Gefühl vermittelt", beschrieb Krämer seine Gedankengänge. "Jeder Einzelne gibt sein letztes Hemd für die Gruppe. Neid und Missgunst sind unbekannt. Ich bin stolz, Trainer dieser Mannschaft zu sein."

Nicht nur die Spieler, sondern auch die Offiziellen des Vereins erhoffen sich eine weitere Zusammenarbeit mit dem 45 Jahre alten Fußballlehrer, dessen Kontrakt zum 30. Juni 2013 ausläuft. "Wir versuchen, so schnell wie möglich Klarheit in dieser Angelegenheit zu erzielen", sagte der sportliche Leiter Samir Arabi, der nach dem 2:0 gegen Erfurt von einer Vergoldung des KSC-Punktes in der Vorwoche sprach. Geschäftsführer Marcus Uhlig ergänzte: "Wir haben ihm in Gesprächen zu verstehen gegeben, dass wir gerne mit ihm die Arbeit fortsetzen würden. Der Ball liegt jetzt bei ihm."

Die offizielle Verlautbarung der Vertragsverlängerung mit Samir Arabi steht hingegen unmittelbar bevor. "Da geht nichts mehr schief", erklärte der sportliche Leiter. "Die schriftlichen Ausführungen werden von meinem Anwalt geprüft. Es geht nur um rechtliche Formulierungen."

Viele Rückkehrer fürs Stuttgart-Spiel

Karnevalsmuffel Krämer beschäftigte sich bereits am Sonntag mit dem kommenden Gegner Stuttgarter Kickers. Mit Manuel Hornig und Thomas Hübener kehren die bewährten Innenverteidiger nach ihren verbüßten Gelbsperren zurück. Da auch Mittelfeldspieler Patrick Schönfeld nach seiner Meniskusoperation am Dienstag wieder in das Mannschaftstraining einsteigt, kann Krämer fast wieder aus dem Vollen schöpfen, da nur noch Dennis Riemer, Christian Müller, Felix Burmeister (alle in der Reha) und Tim Jerat (gesperrt) ausfallen.

Krämer hat bei seiner Personalplanung somit die Qual der Wahl, zumal Akteure aus dem zweiten Glied, wie Philipp Riese und Marc Lorenz, deutliche Ausrufezeichen gesetzt haben. Krämer: "Durch die Rückkehrer wird es sicherlich Härtefälle geben."

Arminia Bielefeld - RW Erfurt 2:0 (1:0)

Bielefeld: Platins - Strifler, Appiah, Schütz, Salger - Riese -
Hille (77. Testroet), Johannes Rahn, Lorenz - Klos (86. Glasner),
Agyemang.

Erfurt: Sponsel - Ofosu-Ayeh, Möckel, Oumari, Czichos -
Baumgarten (86. Nietfeld), Pfingsten-Reddig, Engelhardt - Öztürk,
Ströhl (65. Morabit) - Tunjic (65. Nielsen).

Schiedsrichter: Markus Wingenbach (Mainz)
Tore: 1:0 Hille (23.), 2:0 Schütz (71.)
Zuschauer: 7.211
Gelbe Karten: Riese - Tunjic

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group