Arminia-Trainer Krämer spricht von einem perfekten Trainingslager

Grippevirus ist das einzige Haar in der Suppe

VON JÖRG FRITZ
Arminia-Coach Krämer: "Perfektes Trainingslager" - © Arminia
Arminia-Coach Krämer: "Perfektes Trainingslager" | © Arminia

Belek. Verschnupft waren viele, nicht aber Arminia Bielefelds Trainer Stefan Krämer, der das vom 3. bis zum 10. Januar angesetzte Trainingslager im türkischen Belek als "perfekt" einstufte. Gestern Abend um 20.30 Uhr deutscher Zeit startete die Mannschaft in Antalya und landete am frühen Freitagmorgen auf dem Köln-Bonner Flughafen. Krämer lobte vor allem die Arbeitseinstellung seiner Profis. "Niemand hat sich geschont. Alle sind bis an ihre Schmerzgrenze gegangen", fasste er die Tage von Belek zusammen. Nicht unerwähnt lassen wollte der Fußballlehrer die exzellenten Bedingungen im Hotel und die überragende Qualität der Rasentrainingsplätze.

Einziges Haar in der Suppe war der Grippevirus, der viele Spieler am Donnerstag ins Bett zwang. Im letzten Testspiel gegen Wacker Burghausen (5:1) fehlten zehn Akteure verletzungs- oder krankheitsbedingt. Krämer: "Ich hatte schon die Befürchtung, dass durch den fast kompletten Ausfall unserer Defensivabteilung der bis dahin sehr gute Eindruck verwischt wird." Der DSC-Coach konnte sich aber auf seine zweite Garde verlassen, die sensationell gegen Burghausen kämpfte.

Auch der sportliche Leiter Samir Arabi sprach von einem großen Erfolg. "Die bereits bestehende gut funktionierende Gemeinschaft ist noch enger zusammengerückt. Vielleicht ist dieses Erlebnis der ausschlaggebende Punkt in der Endphase der Meisterschaft, um die entscheidenden Prozente rauszukitzeln."

"Christian Müller hat alles erreicht"

Trotz des Kollektivlobs für die gesamte Mannschaft stellt Stefan Krämer einen Spieler besonders heraus. "Christian Müller hat sich viel vorgenommen für Belek und alles erreicht. Er ist herausgestochen und war überall präsent. In dieser Verfassung hilft er uns sehr."

Arminias Trainer Stefan Krämer gibt in Belek die Richtung vor. - © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE
Arminias Trainer Stefan Krämer gibt in Belek die Richtung vor. | © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE

Helfen soll den Arminen beim Projekt 2. Bundesliga auch Jonas Strifler. Der rechte Verteidiger aus Burghausen hat noch eine Bedenkzeit bis zum 24. Januar. Dann muss sich der 22-Jährige entscheiden, ob er einem Wechsel ins Ausland zustimmt oder aber das Bielefelder Angebot akzeptiert. Krämer über die Leistungsstärke Striflers: "Er ist ein mutiger und moderner Außenverteidiger, der offensiv für sehr viel Druck sorgt. Wir warten auf seine Entscheidung."

Bei einer Absage Striflers müsste Arabi Plan B aus der Schublade holen. "Es gibt eine Ausleihvariante. Allerdings müssten wir diese Möglichkeit dann noch weiter konkretisieren." Nachfragen anderer Klubs an aktuelle Arminen-Spieler, so Arabi, liegen nicht vor.

Jede Partie ein Endspiel

Die Entscheidung über die begehrten ersten drei Plätze in der 3. Liga wird für Krämer erst nach dem 32. Spieltag fallen. "Deshalb ist für uns auch ein optimaler Start in der englischen Woche noch lange keine Garantie für einen Aufstieg. Ein schlechter Start bedeutet allerdings auch nicht den vorzeitigen Todesstoß." Für Krämer wird wie schon in der Hinrunde jede Partie ein Endspiel sein.

Nach der Rückkehr am frühen Freitagmorgen und nur einigen Stunden Schlaf reist eine Arminen-Delegation am Nachmittag zur Teilnahme am Essener Hallenturnier. Gegner dort sind in der Vorrunde der MSV Duisburg (17.45 Uhr/live in Sport 1) sowie der VfL Osnabrück. Die Besetzung bereitet Krämer aufgrund der Erkrankungen noch große Sorgen und wird erst kurzfristig bestimmt.

Am Samstag um 14 Uhr trifft Arminia auf dem Trainingsgelände an der Friedrich-Hagemann-Straße auf den Regionalligisten Fortuna Köln. "Das ist für mich dann der Abschluss des diesjährigen Wintertrainingslagers", sagt Krämer, der seinen Spielern danach mindestens einen freien Tag einräumt.

Im letzten Spiel der Vorbereitungsphase trifft Arminia am 19. Januar (Anstoß um 14 Uhr in der Schüco-Arena) auf den Regionalligisten Rot-Weiß Essen. Stefan Krämer: "In diesem Spiel soll die Elf stehen, die gegen Kickers Offenbach aufläuft."

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