Arminias Anführer fällt aus

Drei Spiele Sperre für Innenverteidiger Hornig

VON JÖRG FRITZ
Arminias Anführer Hornig fällt aus - © Arminia
Arminias Anführer Hornig fällt aus | © Arminia

Bielefeld. Schlechte Nachrichten für Arminia Bielefeld. Manuel Hornig, Innenverteidiger und absoluter Leistungsträger des Tabellendritten der 3. Liga, ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im Einzelrichterverfahren nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wegen eines unsportlichen Verhaltens im Meisterschaftsspiel am vergangenen Samstag in Osnabrück (Notbremse gegen Daniel Nagy) mit einer Sperre von drei Meisterschaftsspielen bestraft worden.

Die Möglichkeit zu einer mündlichen Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht nahmen Arminias Offizielle nicht in Anspruch. Geschäftsführer Marcus Uhlig: "Die Erfolgschancen wärten gleich Null. Wir haben diese Sperre akzeptiert." Für Arminias Trainer Stefan Krämer ist der Ausfall von Hornig, der in den Begegnungen zum Hinrundenabschluss am Samstag gegen Wacker Burghausen, beim Auswärtsspiel in Aachen und dem Heimauftritt gegen Borussia Dortmund II fehlen wird, besonders schmerzhaft. "Sein Ausfall tut uns weh. Uns fehlt der Anführer."

DSC-Abwehrspieler Manuel Hornig sieht nach seinem Foul die rote Karte. - © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE
DSC-Abwehrspieler Manuel Hornig sieht nach seinem Foul die rote Karte. | © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE

Die Partie gegen Burghausen steht unter einem besonderen Vorzeichen. Nach zuletzt drei Unentschieden (2:2 in Halle, 1:1 gegen VfB Stuttgart II und dem 0:0 in Osnabrück) sollte Arminia endlich wieder einen Dreier landen, um im Konzert an der Spitze weiterhin die erste Geige zu spielen. Interessant dürfte auch das Fanverhalten sein. Mit einem Schnitt von 8.072 Besuchern in neun Heimspielen nehmen die Ostwestfalen in der Zuschauertabelle mit Rang sieben lediglich einen Mittelplatz ein. In der vergangenen Saison sahen 6.736 Zuschauer in der Schüco-Arena ein 2:2 gegen Burghausen.

Ligarivale Alemannia Aachen, der an diesem Freitag beim Amtsgericht Aachen Anstrag auf Insolvenz stellen wird, vermeldet eine kleine Erfolgsmeldung. Die beiden nächsten Heimspiele der Aachener – gegen Osnabrück und Arminia Bielefeld – seien gesichert, verkündete Holger Voskuhl, vorübergehend finanzpolitischer Sprecher des Vereins. Die Kosten für jedes Heimspiel bezifferte Voskuhl auf 100.000 Euro.

Uhlig wird sich heute mit Vereinsanwalt Christoph Schickardt beraten, wie der DSC auf mögliche Wettbewerbsverzerrungen durch Spielerverkäufe der Aachener während der Transferperiode im Januar 2013 reagieren soll. Aachen kann in den Spielen zu Beginn der Rückrunde gegen Arminia, Burghausen, Dortmund II und Saarbrücken noch seine stärkste Elf aufbieten, in den dann folgenden Begegnungen mit einer weitaus schwächeren U-23-Elf antreten.

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