BIELEFELD Arminias Heimat von Fans für Fans

Klub-Museum soll Anfang 2013 eröffnet werden / Suche nach Video-Material und Sammlerstücken

VON ARIANE MÖNIKES
Arminias Heimat

von Fans für Fans - © Arminia
Arminias Heimat
von Fans für Fans | © Arminia

Bielefeld. Ein Forum für Arminia-Fans: Anfang des nächsten Jahres soll das Arminia-Museum in der Schüco-Arena eröffnet werden. Donnerstagabend wurden den Anhängern auf dem Fan-Abend die Pläne vorgestellt. Der Verein will eine Heimat für die Fans schaffen – und die sollen miteinbezogen werden.

Eigentlich sollte das Museum bereits im Herbst eröffnet werden, aber der Umbau der alten VIP-Räume unter der Westtribüne hatte sich verzögert, sagt Fan-Beauftragter Christian Venghaus. Der Startschuss soll nun nächstes Jahr fallen. "Wir haben leider Zeit verloren, wollen jetzt aber auch nichts überstürzen", sagt Vize-Präsident Hans-Jürgen Laufer. Er sei von dem Projekt mehr als überzeugt, gar "die Begeisterung in Person", sagte er vor rund 40 Arminia-Anhängern im "Sechzehner".

Umfrage

Michael Falkenstein, Ausstellungsgestalter der Firma Syrex, übernimmt die Gestaltung des Museums. Ein alter Bekannter: Er hatte schon die historische Ausstellung zum Arminia-Jubiläum 2005 gestaltet. Gestern stellte er den Fans erste Entwürfe vor. So soll in den 220 Quadratmeter großen Raum eine Art Spielertunnel aus Wellblech führen. "Begleitet von einer Audio-Spur mit Fan-Gesängen", sagt Falkenstein. In dem Museum – mit grünem Boden – werden Themensäulen aufgestellt, einige davon mit Medieninhalten. Venghaus: "Wir haben an Zeitungsartikel und Videos gedacht, aber auch iPads."

Ausstellungsgestalter Michael Falkenstein, Thomas Brinkmeier (Arminia Fan-Betreuung), Vize-Präsident Hans-Jürgen Laufer und Fan-Beauftragter Christian Venghaus (v. l.) in der Diskussion. - © FOTO: ANDREAS FRÜCHT
Ausstellungsgestalter Michael Falkenstein, Thomas Brinkmeier (Arminia Fan-Betreuung), Vize-Präsident Hans-Jürgen Laufer und Fan-Beauftragter Christian Venghaus (v. l.) in der Diskussion. | © FOTO: ANDREAS FRÜCHT

Die Säulen hat das Historische Museum dem Verein bereits zur Verfügung gestellt. Es fehlen aber nach wie vor noch Sammlerstücke, Devotionalien sowie Video-Material aus der Vergangenheit.

Trotz der finanziell angespannten Lage des Vereins habe man sich für das Museum entschieden, sagt Laufer. "Wir haben zwar kein Geld, aber wir wollen das Museum." Es soll in erster Linie dem Verein und den Fans eine Heimat bieten. "Wir wollen Tradition präsentieren und Fußballgeschichte bewahren", sagt Thomas Brinkmeier aus der Fan-Betreuung.

An zwei Nachmittagen will Arminia das Forum öffnen, zusätzlich an Spieltagen. Finanziert werden soll das Vereinsmuseum zum größten Teil über Eintrittsgelder, der Verein hoffe aber noch auf Sponsoren, sagt Venghaus.

Links zum Thema
Neues aus dem Westen

Fans, die 119,05 Euro für das Museum spenden, werden mit Namen auf einer Ehrenwand präsentiert. Sie erhalten als Dank ein Spenderpaket mit limitiertem Retro-Ticket. Wer Sammlerstücke hat, kann sich per E-Mail an den Verein wenden: fanbetreuung@arminia-bielefeld.de

Copyright © Neue Westfälische 2019
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group