Arminia-Coach Krämer rät Testroet zu "einfachem Spiel"

Stürmer liegt im Plan / Startelf-Platz für Wehen-Spiel möglich

VON JÖRG FRITZ
Arminias Pascal Testroet ist ein läuferisch starker Stürmer, der häufig die Situation eins gegen eins sucht.FOTO: CHRISTIAN WEISCHE - © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE
Arminias Pascal Testroet ist ein läuferisch starker Stürmer, der häufig die Situation eins gegen eins sucht.FOTO: CHRISTIAN WEISCHE | © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE
Arminia-Coach Krämer rät Testroet zu "einfachem Spiel" - © Arminia
Arminia-Coach Krämer rät Testroet zu "einfachem Spiel" | © Arminia

Bielefeld. Auch für Pascal Testroet ist nach einem Drittel der Saison die Zeit gekommen, ein erstes Zwischenfazit zu ziehen. Der 22 Jahre alte Stürmer des Drittligisten Arminia Bielefeld, der vor Saisonbeginn von den Offenbacher Kickers zu den Ostwestfalen gewechselt war, spricht von einer positiven Bilanz für den Klub. "Wir stehen in der Tabelle zwei Punkte hinter einem Aufstiegsplatz und haben die zweite Runde im DFB-Pokal erreicht", entgegnet der gebürtige Bocholter.

"Allerdings", so der talentierte Stürmer, "müssen wir in der momentanen Phase wieder punkten. In Wehen muss daher am Samstag ein Sieg herausspringen."

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Persönlich klingt seine Bestandsaufnahme nicht ganz so überschwänglich. "Teils, teils", räumt er ein. Zwei Tore und sieben Scorerpunkte bei einer Einsatzzeit von 511 Minuten in 13 Meisterschaftsspielen und einem DFB-Pokalspiel stehen auf der Habenseite. Diese Resultate können ihn nicht befriedigen, "da ich persönlich den Anspruch habe, zur Stammformation zu gehören". Diese ehrgeizige Einstellung Testroets ("Ich habe in der Vergangenheit fast nie auf der Bank gesessen") begrüßt Trainer Stefan Krämer. "Es wäre doch fatal, wenn er sich mit seinen jetzigen Einsatzminuten zufrieden geben würde."

Für Krämer gilt der Youngster vom Niederrhein als "hochveranlagt, der bei seinen beiden letzten Stationen Werder Bremen und Kickers Offenbach ein wenig aus dem Rhythmus gekommen war." Für Krämer liegt Testroet dennoch "voll im Plan. Wir werden an ihm noch viel Freude haben", glaubt sein Trainer.

Spektakuläre Aktionen wie artistisch ausgeführte Fallrückzieher gehören zu Testroets Fußball-Philosophie, die jedoch nicht die Zustimmung Krämers findet. "Er sollte lieber einfache Sachen machen. Das ist effektiver. An dieser Balance muss er noch arbeiten."

Begeistert vom Trainingsgelände

Auch wenn sich Testroets Vorstellungen in Bielefeld noch nicht hundertprozentig erfüllt haben, hat er seinen Wechsel zur Arminia nicht eine Sekunde bereut. "Arminia wollte mich schon vor zwölf Monaten verpflichten, was sich letztlich zerschlug. In diesem Jahr erfolgte schon sehr früh der Kontakt zu mir, so dass ich mit anderen Interessenten erst gar nicht mehr gesprochen habe", erzählt der 22-Jährige.

Begeistert ist der Neuzugang vor allem vom Trainingsgelände. "Davon können sogar manche Zweitligisten träumen." Auch die Nähe zu seinen in Bocholt lebenden Eltern und seiner in Hamburg studierenden Verlobten sind Pluspunkte für den Arbeitsplatz in Bielefeld.

Testroet, dessen Vorbilder Oliver Kahn und Cristiano Ronaldo sind, könnte am Samstag in Wehen in der Startformation stehen, da Krämer wahrscheinlich mit zwei Spitzen antreten wird. "Ich ergänze mich gut mit Fabian Klos", meint Testroet, "da wir zwei unterschiedliche Spielertypen sind."

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