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Arminias Joker Appiah sticht

Einwechselspieler gibt sich nach seinem Treffer zum 3:1 lässig

VON JOHNNY DÄHNE
10.08.2012 | Stand 10.08.2012, 15:10 Uhr |
Marcel Appiah markierte in der 87. Minute das 3:1 für den DSC. - © FOTO: RUDOLF
Marcel Appiah markierte in der 87. Minute das 3:1 für den DSC. | © FOTO: RUDOLF
Arminia:

Joker Appiah sticht - © ARMINIA
Arminia:
Joker Appiah sticht | © ARMINIA

Offenbach. Rund 650 Flugzeuge nutzen täglich den Luftraum über dem Bieberer Berg, dessen Fußball-Arena seit zwei Jahren auf den Namen "Sparda-Bank-Hessen-Stadion" hört. An dem reibungslosen Ablauf der just auf dem Airport Frankfurt gestarteten Jets scheinen sich die Drittliga-Fußballer von Arminia Bielefeld – spätestens seit dem 3:1-Erfolg bei den Kickers Offenbach – ein Vorbild genommen zu haben.

"Unter dem Strich war es ein verdienter Auswärtssieg. Wir sind auf dem richtigen Weg, entwickeln uns weiter", sagte DSC-Trainer Stefan Krämer nach dem zweiten Sieg in Folge, der die Arminen vor dem Heimspiel gegen Karlsruhe (Samstag, 14 Uhr) auf Tabellenplatz fünf hievte. Während die beiden frühen Tore von Klos (2.) und Hille (4.) den DSC beflügelten, vergrub Ramon Berndroth, der sportliche Leiter des OFC, sein Gesicht mehrfach auf seinem Tribünentisch. Dass das Licht kurz vor Beginn der Pressekonferenz beim neuen Drittliga-Schlusslicht für einige Sekunden erlosch, war bezeichnend für die hessische Gemütslage.

"Man darf ein Spiel nicht in dreieinhalb Minuten verschenken", sagte Kickers-Trainer Arie van Lent, der den Bielefelder Sieg ebenfalls als "verdient" empfand. Stefan Krämer, der seinem bundesligaerfahrenen Kollegen eine Positiv-Prognose stellte und für die nächsten Spiele alles Gute wünschte, änderte sein Team nur auf der Rechtsverteidigerposition. Dort wählte er die Sicherheitsvariante und zog den defensivstärkeren Dennis Riemer Marcel Appiah vor. "Die Enttäuschung war schon da. Bevor ich reinkam, hat der Trainer zu mir gesagt, dass ich meine Schnelligkeit ausspielen soll", sagte der 24-Jährige.

"Das emotionalste Spiel meines Lebens"

Das tat der nach 76 Minuten eingewechselte drei Zeigerumdrehungen vor Spielende hervorragend, als er den feinen Pass des ebenfalls eingewechselten Tim Jerat aufnahm und den Ball an Robert Wulnikowski vorbei ins Tor schob. "Der Zeitpunkt war ganz okay", erklärte Appiah lässig.

Ganz so locker wie sein Kollege beim Entscheidungstor dürfte Pascal Testroet nicht in die Partie gegangen sein. Jeder Ballkontakt des Ex-Offenbachers wurde zu Spielbeginn mit gellenden Pfiffen quittiert, ehe die beiden frühen DSC-Tore den Offenbacher Fans die Lust an ihren Schmähungen nahmen. "Es war das emotionalste Spiel meines Lebens. Dennoch ist der Sieg keine Genugtuung", sagte Testroet, der den Kickers für den weiteren Saisonverlauf "viel Glück" wünschte. Seine Auswechselung nach 56 Minuten kam dem 21-Jährigen gerade recht. "Ich habe mich fast gefreut, als der Trainer mich rausgenommen hat. Ich war einfach platt", sagte Testroet. Viel Laufarbeit dürfte dem schnellen Offensivmann auch gegen Karlsruhe ins Haus stehen.

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