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Arminias Stürmer Pascal Testroet (l.) wird vom Saarbrücker Kevin Maek bedrängt. - © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
Arminias Stürmer Pascal Testroet (l.) wird vom Saarbrücker Kevin Maek bedrängt. | © FOTO: WOLFGANG RUDOLF

Arminias Gegenpressing und ein motivierter Testroet

Trainer Krämer setzt in Offenbach auf die erfolgreiche Taktik aus dem Saarbrücken-Spiel

VON JOHNNY DÄHNE
08.08.2012 | Stand 07.08.2012, 17:33 Uhr |

Bielefeld. Wenn positive Stimmung ein Gradmesser für gute Leistung ist, muss sich bei Arminia Bielefeld niemand Sorgen vor dem heutigen Auswärtsspiel bei Kickers Offenbach (Anstoß 19 Uhr) machen. Der Drittligist versprühte während des Abschlusstrainings an der Friedrich-Hagemann-Straße vor allem eines: positive Energie.

"Am Freitag sind Zentnerlasten von unseren Schultern gefallen. Das war ein geiler, emotionaler Moment, der uns hoffentlich schon in Offenbach hilft", sagte DSC-Geschäftsführer Marcus Uhlig am Rand des Trainingsplatzes. Dort hatte wenige Minuten zuvor Manuel Hornig mit einem lauten "Nein" seinen Kopfball kommentiert, der knapp über das Tor strich. Im Wettkampf gegen seine Teamkollegen sorgte das für einige Lacher – auch die Mundwinkel von Trainer Stefan Krämer zogen sich nach oben.

Klar, dieser 3:2-Last-Minute-Sieg gegen den 1. FC Saarbrücken hat dem Team das Selbstvertrauen gegeben, das den Offenbachern derzeit fehlen dürfte. Drei Niederlagen aus drei Spielen, der vorletzte Tabellenplatz und erst ein erzieltes Tor: Die Kicker von Coach Arie van Lent, dem ehemaligen Bundesligastürmer (Bremen, Gladbach, Frankfurt), stehen im Heimspiel gegen Arminia zu diesem frühen Saisonzeitpunkt gehörig unter Druck.

Unveränderter 18er-Kader

"Die werden sich unter der Woche schon zusammengesetzt haben und werden gegen uns um jeden Zentimeter kämpfen wollen. Das heißt für uns, dass wir nicht weniger motiviert in die Partie gehen", sagt Krämer, der den Gegner beim 0:2 in Osnabrück beobachtet hat. Dabei sei ihm besonders aufgefallen, "wie gut der VfL Offenbach unter Druck gesetzt hat."

Das Unternehmen "zweiter Saisonsieg" wird der 45-jährige Cheftrainer im Vergleich zum Saarbrücken-Spiel mit unverändertem 18er-Kader angehen. Fehlen wird weiterhin Stefan Langemann, der sich vergangene Woche das Sprunggelenk stauchte. Olcay Turhan (Trainingsrückstand) und Philipp Heithölter, der an der Achillessehne operiert wird, sind ebenfalls kein Thema.

"Für die Startelf gibt es eventuell zwei Veränderungen aufgrund der Trainingseindrücke. Das entscheide ich aber erst endgültig Mittwochmittag", so Krämer. Am zuletzt erfolgreichen Sturmduo Klos/Testroet wird er dabei nicht rütteln. Insbesondere Pascal Testroet dürfte nach seinem Debüt am vergangenen Freitag nun gegen seinen Ex-Club Offenbach keine Motivationsprobleme haben. Auch die Spielidee Krämers, mit geschicktem Gegenpressing Ballverluste tief in der gegnerischen Hälfte zu provozieren, kommt dem schnellen Offensivmann entgegen.

Arminia-Geschäftsführer Marcus Uhlig weiß, dass ein möglicher Erfolg in Hessen auch beruhigende Wirkung auf Mannschaft, Umfeld und Fans haben könnte: "Die dritte Liga ist unheimlich ausgeglichen. Umso wichtiger wäre es, den guten Start weiter auszubauen."

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