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Arminia ist fußballerisch unterlegen

Nur 1:1 beim Aufsteiger BVB II / Vier Ausfälle schwächen das Team

30.07.2012 | Stand 30.07.2012, 09:11 Uhr
Arminias Sebastian Hille (l.) im Duell mit Dortmunds Torhüter Zlatan Alomerovic. - © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE
Arminias Sebastian Hille (l.) im Duell mit Dortmunds Torhüter Zlatan Alomerovic. | © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE
Arminia ist fußballerisch unterlegen - © ARMINIA
Arminia ist fußballerisch unterlegen | © ARMINIA

Dortmund. Arminia Bielefeld hat in dieser Saison noch kein Spiel verloren, lautet eine mögliche Feststellung nach dem 1:1 (1:1) beim Drittligaaufsteiger Borussia Dortmund. Andererseits hat Arminia Bielefeld auch noch kein Spiel gewonnen, da die Auftaktpartie gegen Alemannia Aachen ebenfalls 1:1 endete. Ist die Flasche nun halbleer oder halbvoll?

Arminias Trainer Stefan Krämer wusste nach dem zweiten Unentschieden in Folge auch nicht so recht, wie er den Saisonstart zu bewerten habe. "Weder Fisch noch Fleisch", meinte der 45 Jahre alte Fußballlehrer. "Erst nach dem kommenden Spiel am Freitag gegen den 1. FC Saarbrücken kann ich sagen, ob wir einen Fehlstart oder einen ordentlichen Beginn mit vielleicht fünf Punkten hingelegt haben", sagt Krämer.

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Bis zum Freitag steht Krämers Trainerstab aber eine Menge Arbeit bevor. Arminias Auftritt in Dortmund erwies sich nämlich nicht gerade als ermunternd für die Zukunft. Bis zur Führung von Patrick Schönfeld (18.) bestimmten die Gäste aus Ostwestfalen das Geschehen im Stadion Rote Erde. Wie auf Knopfdruck schalteten Krämers Spieler dann einen Gang zurück, was die Dortmunder prompt bestraften. Mittelfeldspieler Rico Benatelli kam völlig ungestört aus 20 Metern zum Schuss und sorgte für den Ausgleich. "Es scheint eine typische Arminen-Krankheit zu sein, dass wir nach einer Führung häufig schwächeln", suchte Tom Schütz vergeblich nach einer Erklärung.

Doch es sollte noch schlimmer kommen. Im Spielaufbau der Arminen fehlte die ordnende Hand. Schütz und Tim Jerat wurden einer Führungsrolle nicht gerecht. Johannes Rahn, eigentlich auf der linken Außenbahn vorgesehen, zog es immer wieder in die Mitte und blieb in der vielbeinigen BVB-Abwehr fast immer hängen. Da auch die Zweikampfstärke zu wünschen übrig ließ, waren Tormöglichkeiten sehr selten. Fabian Klos (10.) hatte freistehend eine frühe DSC-Führung vergeben. In der zweiten Halbzeit fiel nur noch Sebastian Hille (52.) mit einer guten Möglichkeit auf.

Dass Arminia im ersten Auswärtsspiel keine Niederlage kassierte, war ein Verdienst von Torhüter Patrick Platins, der mit tollen Paraden zahlreiche Möglichkeiten der Gastgeber zunichte machte.

Krämers Analyse nach dem Spiel sollte nachdenklich stimmen. " Wir waren fußballerisch nicht in der Lage, uns in der zweiten Halbzeit aus der Umklammerung der Dortmunder zu lösen." Ein Armutszeugnis für seine Akteure, die im Vergleich zum Freundschaftsspiel während der Woche gegen den FC Valencia auch im Spiel gegen den Ball riesige Probleme hatten.

Als "unverständlich" bewertete Krämer die Einstellung einiger Arminen. "Wir hatten vier Spieler in unseren Reihen, die nicht ihr Limit erreichten. Eine derartig hohe Zahl an Ausfällen lässt sich nicht verkraften", kritisierte Krämer, der sich auch über die fehlende Griffigkeit seiner Akteure ärgerte.

Vom Spielverlauf her musste Krämer daher mit dem Punktgewinn zufrieden sein, während sein Dortmunder Kollege David Wagner eine konträre Meinung vertrat. "Wir wollten den Bielefeldern den Spaß am Fußball nehmen, was uns auch gelungen ist. Mit unserem Spiel bin ich daher sehr zufrieden, aber aufgrund unserer zahlreichen Großchancen nicht mit dem Ergebnis."

Ob Arminia am Freitag gegen Saarbrücken wieder Spaß am Fußball haben wird, wird sich zeigen. Zumindest einige personelle Änderungen stehen bei Krämer auf der Agenda.

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