Samir Arabi: "Arminia immer noch ein Zugpferd"

Interview mit Bielefelds Sportlichem Leiter

"Arminia ist ein Zugpferd" - © ARMINIA
"Arminia ist ein Zugpferd" | © ARMINIA

Bielefeld. Arminia Bielefeld gegen Alemannia Aachen heißt das Eröffnungsspiel der 3. Liga am Freitag, Anstoß 20.15 Uhr, in der Schüco-Arena. Samir Arabi (33) kennt beide Klubs sehr gut. Unsere Redakteure Jörg Fritz und Peter Burkamp sprachen mit dem sportlichen Leiter der Bielefelder über die Situation beider Klubs, Arminias Chancen in der Saison und die Möglichkeiten des heimischen Traditionsklubs in der nahen Zukunft.

Herr Arabi, der Auftaktgegner ist die Alemannia, ausgerechnet Ihr Ex-Verein – wie ist Ihre Verbindung nach Aachen?
SAMIR ARABI: Zur Stadt Aachen noch immer intensiv. Meine Eltern wohnen dort, meine Schwester lebt an der belgischen Grenze ganz in der Nähe. Viele Freunde und Kommilitonen von früher sind über das ganze Land verteilt. Bei der Alemannia hat es zuletzt große Fluktuation gegeben, so dass viele meiner Bekannten weg sind. Zu einigen aus der Lizenzspielerabteilung halte ich aber noch Kontakt und freue mich, wenn wir uns wiedersehen.

Arminias sportlicher Leiter Samir Arabi mit dem Handy am Ohr, während die Augen das Geschehen auf dem Fußballfeld verfolgen. - © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
Arminias sportlicher Leiter Samir Arabi mit dem Handy am Ohr, während die Augen das Geschehen auf dem Fußballfeld verfolgen. | © FOTO: WOLFGANG RUDOLF

Wären Sie in einen Gewissenskonflikt geraten, wenn die Alemannen Sie nach dem Abstieg als sportlicher Leiter gewollt hätte?
ARABI: Nein, überhaupt nicht. Wir haben hier im personellen Bereich mittlerweile eine sehr gute Konstellation. Vor einem Jahr sind wir angetreten, um den Fahrstuhl zu stoppen und wieder die DFB-Pokal-Hauptrunde zu erreichen. Das haben wir geschafft. Im Hintergrund haben wir weiter daran gearbeitet, die Strukturen zu verbessern. Jetzt geht der Aufbau weiter. Es gibt viel zu tun und auch mal Rückschläge, aber es macht mir Riesenspaß. Arminia ist mein Projekt, da gehe ich nicht nach einem Jahr zurück, auch wenn die Heimat ruft. Darüber hätte ich keine Sekunde nachgedacht.

Aachen ist bei der Trainerumfrage nach den Favoriten klar vorn. Arminia hat nur zwei Stimmen – weniger als im Vorjahr. Ist das traurige Realität oder wird der DSC unterschätzt?
ARABI: Ich glaube, dass die Liga wieder so ausgeglichen wie im Vorjahr sein wird. Wehen war letztes Jahr der Favorit und hat die Rolle auch selbst angenommen. Am Ende sind sie 16. geworden. Aachen wird sicherlich zu Recht oft genannt, aber bei der Bewertung vor der Saison geht es mir viel zu sehr um große Namen im Kader. Wie oft wir genannt werden, ist mir egal.

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