Berg- und Talfahrt der Gefühle für Krämer

ARMINIA: Trainerlob für Torschützen Hornig

VON JÖRG FRITZ
Arminias Trainer Stefan Krämer feiert den 1:0-Sieg in Oberhausen. - © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
Arminias Trainer Stefan Krämer feiert den 1:0-Sieg in Oberhausen. | © FOTO: WOLFGANG RUDOLF

Oberhausen. "Er ist ein absoluter Führungsspieler, der immer wieder für ein Tor gut ist." Arminia Bielefelds Trainer Stefan Krämer wählte wärmende Worte für die erstklassige Leistung von Manuel Hornig beim 1:0-Sieg in Oberhausen.

Der 29-Jährige erzielte in der 37. Minute das Tor des Tages und hatte mit seinem insgesamt fünften Saisontreffer maßgeblichen Anteil daran, dass der ostwestfälische Drittligist mit großer Entspannung in die verbleibenden drei Meisterschaftsspiele gegen Jena, in Babelsberg und gegen Werder Bremen II blicken kann.

Der Hochgelobte wirkte nach dem Schlusspfiff aufgekratzt wie alle Arminen. "Es ist doch völlig egal, dass wir spielerisch nicht so gut waren. Die Hauptsache ist, dass wir drei Punkte gewonnen haben."

Hornig kam wie schon beim 3:1-Sieg am Mittwoch gegen den FC Chemnitz im defensiven Bielefelder Mittelfeld zum Einsatz und war letztlich der Turm in der Abwehrschlacht. Der ehemalige Koblenzer, der wegen einer Knieoperation die ersten Meisterschaftsspiele noch aussetzen musste, hat sich mittlerweile zu einem unverzichtbaren Leistungsträger entwickelt.

Krämer schätzt am Blondschopf vor allem seine kämpferische Einstellung und die Übersicht, die er auch in den kritischstenMomenten beweist. In Oberhausen gab es viele davon. Immer wieder warf sich Hornig dazwischen und entlastete die DSC-Abwehr mit seinem vorbildlichen Einsatz für einige Augenblicke.

Hornigs weitere Zukunft in der kommenden Saison dürfte somit im defensiven Mittelfeld liegen. In diesem Mannschaftsteil ist er mannschaftlich wertvoller als in der Innenverteidigung, in der Felix Burmeister zusammen mit Mannschaftskapitän Thomas Hübener ebenfalls einen starken Part bot.

Rundum glücklich wirkte Arminias Trainer Stefan Krämer , der innerhalb von acht Tagen eine emotionale Berg- und Talfahrt durchmachen musste. "Man muss schon kerngesund sein, um die 0:5-Schmach von Unterhaching zu ertragen, um dann nach eingeleiteten Maßnahmen 3:1 gegen Chemnitz und 1:0 in Oberhausen zu gewinnen." Wichtig für Krämer war die Art und Weise der Bielefelder Krisenbewältigung. "Es hat sich ausgezahlt, dass wir nicht in Panik verfallen sind und in Ruhe nach Lösungsmöglichkeiten gesucht haben." Die Antwort gab Arminia in Oberhausen.

Copyright © Neue Westfälische 2019
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group