Arminias Sieg der Leidenschaft

Bielefelder Abwehr steht wie ein Fels beim 1:0 in Oberhausen

VON JÖRG FRITZ
Arminias 

goldenes Tor - © ARMINIA
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goldenes Tor | © ARMINIA

Oberhausen. Das war wohl die Rettung. Arminia darf sich auf ein weiteres Jahr in der 3. Liga freuen. Nach dem 1:0 (1:0)-Sieg bei Rot-Weiß Oberhausen weist Arminia Bielefeld 44 Punkte auf und vergrößerte das Polster auf den ersten Abstiegsplatz (Oberhausen) auf sechs Punkte.

"Zur endgültigen Rettung benötigen wir noch einen Zähler", lautet die Hochrechnung von Arminias Trainer Stefan Krämer . Dieses fehlende Pünktchen sollte in den drei verbleibenden Begegnungen am kommenden Samstag gegen Jena, eine Woche später in Babelsberg oder zum Saisonabschluss am 5. Mai gegen Werder Bremen II eingefahren werden.

Liebe, Maloche, Leidenschaft lautet das Vereinsmotto von Rot-Weiß Oberhausen, das prägend für das Spiel beider Mannschaften in diesem Abstiegskrimi war. 1.500 mitgereiste Bielefelder Anhänger sahen ein Spiel ihrer Mannschaft, die bis zum Umfallen kämpfte. So verließ Außenverteidiger Alexander Krük, gestützt von zwei Helfern, nach dem Abpfiff den Rasen mit Verdacht auf Gehirnerschütterung. Diese Verletzung hatte er sich bereits in der ersten Halbzeit zugezogen.

Gut aufgelegter Patrick Platins

Zu Beginn des Spiels mussten die Gäste jedoch etliche bange Minuten überstehen. Wie aufgedreht stürmten die Rot-Weißen in Richtung des Bielefelder Tores und erspielten sich zahlreiche gute Möglichkeiten, die jedoch bis auf eine kleine Unsicherheit in der dritten Minute stets eine Beute des gut aufgelegten DSC-Torhüters Patrick Platins wurden.

Manuel Hornig erzielt das einzige Tor des Tages. - © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
Manuel Hornig erzielt das einzige Tor des Tages. | © FOTO: WOLFGANG RUDOLF

Trotz dieser Umklammerung gelang es den Arminen, einige gefährliche Konter zu starten. Mit einem Distanzschuss zwang beispielsweise Sebastian Hille (10.) RWO-Keeper Michael Melka zu einer Glanzparade.

In der 37. Minute war Hille erneut zur Stelle. Seinen Kopfball schlug Benjamin Weigelt für den bereits geschlagenen Melka ins Aus. Eine Szene mit Auswirkungen für den gesamten Spielverlauf. Die von Tom Schütz getretene Ecke köpfte Manuel Hornig mit seinem fünften Saisontor zur Bielefelder Führung ein. Zwei Minuten später vergab Sebastian Hille freistehend eine weitere Großchance für die konterstarken Ostwestfalen.

Zwei Chancen für Christopher Kullmann

Nach dem Wechsel verstärkten die niemals aufgebenden Oberhausener ihr Engagement für eine Ergebnisänderung. Bei diesem Powerplay mit ausschließlich hohen Flankenbällen stand Arminias Abwehr wie ein Fels in der Brandung. "Wir verteidigten unseren Vorsprung mit Mann und Maus", analysierte Manuel Hornig diese kritische Phase. Zwingende Tormöglichkeiten ergaben sich für RWO allerdings nicht. Vielmehr hatte der eingewechselte Christopher Kullmann in der Schlussphase gleich zweimal die Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen.

Groß war natürlich die Erleichterung bei Trainer Stefan Krämer. "Dieses Sechs-Punkte-Spiel war ein Riesenschritt für uns in Richtung Klassenerhalt. Gegen Jena machen wir jetzt den Deckel drauf." Einen ähnlichen zufriedenen Eindruck hinterließ der sportliche Leiter Samir Arabi. "Man hat deutlich gesehen, dass wir uns als funktionierende Einheit präsentiert haben und natürlich auch ein Quäntchen Glück gehabt haben."

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