Krämer: Vier Punkte bis zum Klassenerhalt

Abstiegsduell Nummer eins für den DSC am Sonntag bei RWO

VON CARSTEN BLUMENSTEIN

Bielefeld. Die Spannung halten und die Müdigkeit aus den Beinen bekommen. Auf Arminia-Trainer Stefan Krämer kommen bis Sonntag noch jede Menge Aufgaben zu, denn dann steht für den Fußball-Drittligisten das erste Abstiegsduell (von vier möglichen gegen direkte Konkurrenten) bei RW Oberhausen an. Anstoß im Niederrhein-Stadion ist um 14 Uhr. "Meiner Meinung nach hält man mit 45 Punkten die Klasse", sagt Krämer. Demnach fehlen dem DSC Arminia noch vier Zähler. Nach dem vor allem in der zweiten Halbzeit tollen 3:1 gegen den Chemnitzer FC will der DSC in Oberhausen gleich mit dem Punktesammeln nachlegen. "Über eine läuferisch und kämpferisch starke Leistung sind wir gut ins Spiel gekommen, das Spielerische kam dann fast von alleine", erklärt der 45-jährige Coach. Dies wolle man auch bei RWO wiederholen. "Wir dürfen bis dahin aber die Spannung nicht abfallen lassen." Bei Arminia ist nach dem wichtigen Heimerfolg das Wir-Gefühl wieder ausgebrochen. "Wir fahren am Sonntag mit dem kompletten Kader ins Ruhrgebiet, mit allen Verletzten und Gesperrten", sagt Krämer. Nach einem gemeinsamen Frühstück sei Sonntag um 10.45 Uhr Abfahrt. Die freien Tage bleiben aber trotz des jüngsten Sieges bis zum Saisonende gestrichen. "Alles andere wäre inkonsequent, und durch sind wir ja noch lange nicht", so der DSC-Chefcoach.Klos ist gegen Jena wieder dabei Personell hat sich die Lage bei Arminia ein wenig entspannt. Torjäger Fabian Klos wurde aufgrund seiner Roten Karte, die er in Unterhaching gesehen hatte, für zwei Partien gesperrt. Zudem bekam er vom Verein eine Geldstrafe aufgebrummt. Er fällt aber nur noch für das Oberhausen-Spiel aus. In der Heimpartie gegen Jena am kommenden Samstag ist Klos wieder dabei. In Oberhausen fehlen weiterhin Markus Schuler (nach Mittelfußbruch) und Dennis Riemer (nach Mittelhandbruch im Lauftraining). Alle anderen Spieler sind einsatzbereit, auch Patrick Schönfeld hat seine Probleme aus dem Chemnitz-Spiel überwunden. "Ich habe noch ein bisschen Rückstand, doch für Sonntag sieht es gut aus", sagt auch Johannes Rahn, der nach knapp dreiwöchiger Pause wegen einer Wadenverletzung gegen Chemnitz wenigstens eine halbe Stunde mitwirken konnte. "Bei uns stimmt die Moral. Wenn wir mit der gleichen Einstellung und Kampfbereitschaft antreten, können wir auch in Oberhausen etwas holen. Wir spielen jedenfalls voll auf Sieg", so Rahn. Begleitet wird Arminia im Niederrhein-Stadion von mindestens 1.000 eigenen Fans. 800 Tickets waren bis Freitag abgesetzt, der DSC rechnet sogar mit einer Unterstützung von bis zu 1.500 Anhängern. Der Sonderzug ist jedenfalls mit 500 Fans komplett ausgebucht.

realisiert durch evolver group