Hornig köpft Arminia Richtung Klassenerhalt

RW Oberhausen - Arminia Bielefeld 0:1 (0:1)

VON DENNIS ROTHER

Bielefeld. Wichtiger Zittersieg für Arminia Bielefeld: Mit 1:0 hat der DSC im Drittliga-Duell bei Rot-Weiß Oberhausen gewonnen und damit einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Das umjubelte Tor das Tages für die Elf von Trainer Stefan Krämer markierte Manuel Hornig (37.) nach einem Eckball per Kopf. "Man spricht ja immer vom "dreckigen Sieg" - das war so einer für uns", fand Coach Krämer. Über weite Strecken der Partie waren die Gastgeber deutlich feldüberlegen, erspielten sich jedoch kaum Tormöglichkeiten. Arminia igelte sich wegen des Dauerdrucks von RWO in der eigenen Hälfte ein, strahlte aber bei den wenigen offensiven Vorstößen fast immer Gefahr aus. Durch den Auswärtsdreier schieben sich die Ostwestfalen in der Tabelle auf Rang 13 vor und haben bei noch drei ausstehenden Spielen nun bereits sechs Punkte Abstand zu den Abstiegsrängen. Dabei wurde der DSC zu Beginn des Spiels kalt erwischt: Mit einem Powerplay wollten die Hausherren die Führung in der Anfangsviertelstunde erzwingen und kamen über Benjamin Weigelt (1.) und Timo Kunert (8.) zu ersten Halbchancen. Auf der Gegenseite hätte dafür Sebastian Hille aus dem Nichts das 1:0 markieren können: Per Volley visierte der Armine den rechten Winkel an, aber Keeper Michael Melka rettete mit einer Glanzparade. Dann wieder RWO: Nach einem Abpraller donnerte Timo Kunert das Leder auf das Bielefelder Gehäuse - Keeper Patrick Platins parierte glänzend. Arminia kam nach überstandener Startphase von Minute für Minute zwar besser ins Spiel, die plötzliche Führung fiel aber dennoch aus dem Nichts: Nach einem scharf geschossenen Eckball von links nickte Hornig kurz vor der Pause aus kurzer Distanz ein - Riesenjubel bei den rund 1.500 mitgereisten DSC-Fans. Wütende Angriffe der Kleeblätter folgten, doch zwingende Möglichkeiten sprangen nicht mehr heraus. Stattdessen hatte Sebastian Hille (40.) völlig freistehend die Möglichkeit zum 2:0. "Die Führung war insgesamt zur Halbzeit nicht unverdient", sagte Krämer. Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: Oberhausen bestimmte das Geschehen und nahm das Zepter in die Hand. Ballbesitz gefühlte 80 Prozent, ab der 70. Minute fast durchgehend alle Akteure in der Bielefelder Hälfte, kaum Entlastung für die Gäste - und dennoch musste Torwat Platins kaum eingreifen. Lediglich Mike Terranova (66.) und erneut Kunert (75.) kamen noch zu Mini-Chancen. Kurz vor Schluss hatte der eingewechselte Christopher Kullmann dann gleioch doppelt das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte aber jeweils knapp. Nach der langen Zitterpartie war die Freude nach 95 Spielminuten umso größer: Auswärtssieg beim direkten Konkurrenten, ein Riesenschritt in Richtung Ligaverbleib. Rot-Weiß Oberhausen - Arminia Bielefeld 0:1 (0:1) Rot-Weiß Oberhausen: Melka - Schiller, Pappas, Willers, Weigelt - Kunert (71. Steuke), Gyasi, Dzaka, Brown Forbes - Jansen, Terranova (63. Ellmann) Arminia Bielefeld: Platins - Appiah, Hübener, Burmeister, Krük - Hille (73. Rahn), Schütz, Heithölter, Hornig, Schönfeld (63. Rzatkowski) - Agyemang (79. Kullmann) Tore: 0:1 Hornig (38.) Zuschauer: 6.135 Schiedsrichter: Tobias Christ (Münchweiler) Gelbe Karten: Jansen, Brown Forbes, Dzaka / Hornig, Kullmann

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