Arminias Rückkehr zur Qualität

Gallig und engagiert am Sonntag auch in Oberhausen / Werder Bremen II bereits abgestiegen

VON JÖRG FRITZ
Arminias Rückkehr zur Qualität - © ARMINIA
Arminias Rückkehr zur Qualität | © ARMINIA

Bielefeld. In Reihen der Bielefelder Arminen, die beim 3:1 gegen den Chemnitzer FC mit einer bemerkenswerten Leistungssteigerung ein deutliches Ausrufezeichen im Abstiegskampf der 3. Liga setzten, herrschte nach diesem lebenswichtigen Dreier kollektive Glückseligkeit.

Torhüter Patrick Platins beispielsweise strahlte nicht nur wegen seiner fehlerfreien Leistung gegen die zuvor in 16 Spielen unbesiegt gebliebenen Chemnitzer. Der 28-Jährige feierte vielmehr eine Premiere der besonderen Art. In seinem 20. Meisterschaftsspiel für Arminia ging Platins erstmals als Gewinner vom Platz.

Eine famose Vorstellung bot erneut Sebastian Hille, der neben Eric Agyemang zum 1:1 und Manuel Hornig (4. Saisontreffer) zum 2:1 dritter Bielefelder Torschütze war. Der 31-jährige Hille, der lange Zeit den Ruf eines Chancentods hatte, ist derzeit aus der Stammformation nicht mehr weg zu denken. "Er hat sich zu einem unverzichtbaren Leistungsträger entwickelt", urteilt Arminias Trainer Stefan Krämer über seinen Außenbahnspieler, der es bisher schon auf fünf Tore gebracht hat.

"Galligkeit" auch gegen Oberhausen gefordert

Großen Anteil an Agyemangs Torerfolg hatte Mittelfeldregisseur Patrick Schönfeld, der in der Vorbereitung dieses Treffers drei Chemnitzer aussteigen ließ "und nach meinem Zuruf mir rechtzeitig den Ball zuspielte", erläutert der DSC-Stürmer die Entstehungsgeschichte des 1:1-Ausgleiches. Geschüttelt von heftigen Krämpfen verließ Schönfeld nach gut einer Stunde Spielzeit – höchst zufrieden – die Spielstätte. "

Die Chancen auf den Klassenerhalt haben sich nach dem 3:1 verbessert. Mit einem Polster von vier Punkten auf den ersten Abstiegsplatz geht Arminia in die restlichen vier Meisterschaftsspiele, in denen mit Oberhausen, Jena, Babelsberg und der bereits als Absteiger feststehenden zweiten Mannschaft von Werder Bremen ausschließlich schlechter platzierte Teams Gegner sein werden.

"In Oberhausen müssen wir die gleiche Galligkeit wie gegen Chemnitz zeigen", lautet die Forderung von Geschäftsführer Marcus Uhlig, der erfreut feststellte: "Die Spieler haben bewiesen, was in ihnen steckt." Die noch fehlende Konstanz sieht Uhlig als einen Teil des Entwicklungsprozesses, in dem sich die Mannschaft befindet. "Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Das Team soll sich Stück für Stück verbessern. Daran arbeiten wir."

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