Arminia setzt Zeichen für den Klassenerhalt

Wichtigen 3:1-Heimsieg gegen Chemnitz erkämpft

VON JÖRG FRITZ
Endlich haben Sebastian Hille (l.) und Johannes Rahn mit Teambetreuer Rainer Schonz Grund zum Jubel. - © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE
Endlich haben Sebastian Hille (l.) und Johannes Rahn mit Teambetreuer Rainer Schonz Grund zum Jubel. | © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE
Arminia setzt Zeichen für den Klassenerhalt - © ARMINIA
Arminia setzt Zeichen für den Klassenerhalt | © ARMINIA

Bielefeld. Arminia Bielefeld lebt. Der Drittligist hat sich mit einer eindrucksvollen Leistung im Abstiegskampf zurückgemeldet und nach der besten zweiten Halbzeit seit langem einen hochverdienten 3:1 (0:1)-Sieg gegen den FC Chemnitz gesichert.

"Die Mannschaft hat die Reaktion gezeigt, die ich von ihr erwartet habe", freute sich DSC-Coach Stefan Krämer über den immens wichtigen Dreier. "Heute bin ich froh und stolz, Trainer dieser Mannschaft zu sein." Wie erwartet hatte Krämer auf Mittelfeldregisseur Marc Rzatkowski verzichtet. Dessen Job im Mittelfeld verrichtete Patrick Schönfeld, was sich bis zu seinem verletzungsbedingten Ausscheiden in der 62. Minute als gelungener Schachzug erwies.

Die vom Trainer ausgegebene Richtlinie, "bis zur Selbstaufgabe zu rackern", wurde von den Arminen beherzigt. Dominant in den Zweikämpfen und in ständiger Bewegung in Richtung Chemnitzer Strafraum sorgten die Gastgeber vor 6.893 Zuschauern für klare Verhältnisse auf dem Rasen.

Weitaus selbstbewussterer Eindruck

Körpersprachlich hinterließen sie auch einen weitaus selbstbewussteren Eindruck als bei der 0:5-Pleite am Ostersamstag in Unterhaching und beim 1:1 im Heimspiel gegen Kickers Offenbach. Die zentrale Frage des Fußballspiels, welcher Armine denn ein Tor erzielen sollte, blieb lange Zeit unbeantwortet.

Mit dem gesperrten Fabian Klos (zehn Saisontreffer) und Johannes Rahn (9) fehlten in der Startelf die beiden torgefährlichsten DSC-Akteure. In die Bresche springen sollte daher Eric Agyemang (7 Tore), der im bisherigen Saisonverlauf jedoch nur auf gegnerischen Plätzen jubeln konnte. In der Schüco-Arena hatte er jedes Mal Ladehemmung. Bis gestern Abend. Sein Drehschuss in der 50. Minute nach schöner Vorarbeit von Schönfeld sicherte den Arminen den hochverdienten 1:1-Ausgleich. "Ein herrliches Gefühl", schwärmte Agyemang. "Ich habe ein Tor geschossen und zusammen haben wir drei Punkte gewonnen."

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35 Minuten zuvor hatten die Arminen-Fans noch ein langes Gesicht gezogen, als die Himmelblauen aus Chemnitz wie aus dem Nichts zur überraschenden 1:0-Führung kamen. Ronny Garbuschewski profitierte von einem kapitalen Bielefelder Abwehrschnitzer und schoss freistehend zum 1:0 ein.

Spielbestimmend blieben die Bielefelder bis zum Abpfiff. Arminia wollte den Dreier. Dieser berechtigte Lohn für eine deutliche Leistungssteigerung nach dem 1:1 wurde dann in einer rasanten Schlussphase eingefahren. Manuel Hornig (76.) zum 2:1 und Sebastian Hille zwei Minuten später zum 3:1-Endstand rundeten einen gelungenen Fußballabend ab. Torschütze Hille: "Heute haben wir die wahre Qualität der Mannschaft gesehen. So steigen wir nicht ab."

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