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Manuel Hornigs (Nr. 14) Führung bringt die DSC-Anhänger in Wallung. - © FOTO: ANDREAS ZOBE
Manuel Hornigs (Nr. 14) Führung bringt die DSC-Anhänger in Wallung. | © FOTO: ANDREAS ZOBE

Arminia-Preußen-Derby mobilisiert die Massen

Rekordbesuch belegt großes Fan-Potenzial und motiviert die Klubführung

VON PETER BURKAMP
19.03.2012 | Stand 19.03.2012, 12:46 Uhr |

Bielefeld. Auf den Einfallstraßen stockte der Verkehr. Je näher man der Schüco-Arena kam, desto mehr prägten schwarz-weiß-blaue Fahnen und Schals das Bild. Zu Dutzenden standen die Fans vor dem Derby gegen Münster in der Stapenhorststraße vor den Kneipen. Zum Anpfiff waren es dann 21.203 erwartungsvolle Zuschauer auf der Alm. Über dem Bielefelder Westen lag ein Hauch von Bundesliga-Atmosphäre.

"Alle wollen, alle haben Bock – diese Zahl sollte uns Mut machen", sagte Arminias Geschäftsführer Marcus Uhlig, nachdem Ostwestfalens Arminen-Fans für das Westfalen-Derby mobil gemacht hatten. Andernorts lockten ähnlich traditionsreiche Paarungen weitaus weniger Zuschauer. 8.700 waren es beim Regionalliga-Duell zwischen Wuppertal und RW Essen. Vergleichsweise blamabel machten sich die 15.000 Fußballfans des Zweitliga-Derbys zwischen Duisburg und Bochum am Sonntag gegen den Almbesuch aus. Und dabei gab’s Arminia gegen Münster noch live im Fernsehen.

Die rührigen Macher des über die nächste Saison hinaus immer noch in seiner Existenz bedrohten Klubs nahmen’s beglückt zur Kenntnis. "Es ist unser Wunsch, es ist unsere Aufgabe und es bleibt unser Ziel, diese Zahlen wieder öfter zu erreichen", sagte Uhlig. Arminias Geschäftsführer weiß um das große Potenzial, das immer noch in der Region schlummert. An ihren Autokennzeichen waren sie zu erkennen – nicht nur Bielefelder, sondern viele DSC-Fans aus Lippe, Herford und dem Kreis Gütersloh bekannten sich zur alten Dame Arminia.

Rekordbesuch als Verpflichtung

Die Klubvorderen betrachten den Rekordbesuch als Verpflichtung: Diejenigen, die schon zu den Bundesligazeiten in den 1980er Jahren auf die Alm pilgerten, wie auch den in jüngerer Vergangenheit über die "Arminis" zum DSC gekommenen Fan-Nachwuchs, zu binden. "Man hat gesehen, was in dieser absoluten Fußballstadt alles möglich ist", fühlte sich Samir Arabi, Arminias sportlicher Leiter, bestätigt und zeigte sich auch beeindruckt.

Auch wenn das Derby mit dem späten Ausgleichstor der Münsteraner einen "bitteren Nachgeschmack" hatte, hofft Marcus Uhlig für die letzten vier Saison-Heimspiele, "dass wir mehr als die üblichen 7.000 bis 8.000 Zuschauer ins Stadion bekommen". Zumindest für den Saisonausklang gegen Werder Bremen II am 5. Mai planen die Arminen eine besondere Aktion, um für die neue Saison in guter Erinnerung zu bleiben.

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