Arminias Flirt mit Rödinghausen

Drittligist spricht mit Mäzen Finkemeier/ Schnittmengen sind vorhanden

VON JÖRG FRITZ
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Rödinghausen - © ARMINIA
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Bielefeld/Rödinghausen. Kooperationen bieten den Vorteil, dass gemeinsame Interessen bessere Marktchancen besitzen und der Aspekt der Kostenreduzierung beiden Partnern einen Vorteil verspricht. Möglicherweise spielen diese Gedanken bei der Annäherung zwischen dem Fußball-Drittligisten Arminia Bielefeld und dem Landesligisten SV Rödinghausen eine Rolle.

Fakt ist, dass Ende vergangenen Jahres auf Initiative des DSC Arminia Bielefeld ein Gespräch zwischen Horst Finkemeier, im Ruhestand befindlicher Chef der Häcker Küchen GmbH & Co KG und Mäzen des aufstrebenden SV Rödinghausen, und Samir Arabi, sportlicher Leiter der Arminen, sowie DSC-Nachwuchschef Thomas Krücken stattgefunden hat. "Es war ein reiner Informationsaustausch. Wir wollten uns kennenlernen", beschreibt Arminias Geschäftsführer Marcus Uhlig den Sinn dieses Treffens. "Es werde ein weiteres Gespräch geben", verriet Rödinghausens Vereinsvorsitzender Ernst-Wilhelm Vortmeyer, der zugleich Bürgermeister der 10.000 Einwohner zählenden Gemeinde im Kreis Herford ist. In der vergangenen Woche wurde mit Arminias Präsident Jörg Zillies telefoniert. Ein konkreter Termin steht aber noch aus.

Rödinghausens Mäzen Horst Finkemeier (l.) und Vereinschef Ernst-Wilhelm Vortmeyer. - © FOTOMONTAGE: SALBERT/MENZEL
Rödinghausens Mäzen Horst Finkemeier (l.) und Vereinschef Ernst-Wilhelm Vortmeyer. | © FOTOMONTAGE: SALBERT/MENZEL

Horst Finkemeier war gestern wegen der Wahrnehmung zahlreicher Termine telefonisch nicht erreichbar. Er beauftragte Vortmeyer, aufkommende Fragen zu beantworten. "Wir haben viele Themen mit Arminias Vertretern angesprochen", sagt der Vereinschef. "Es gibt sicherlich Schnittmengen zwischen Arminia und uns, aber fertige Konzepte existieren nicht."

Rödinghausens Trainer Mario Ermisch (53) beispielsweise war während seiner aktiven Zeit lange Jahre Kapitän der Amateurmannschaft von Arminia Bielefeld und wurde in der Vergangenheit auch schon als Trainer beziehungsweise sportlicher Leiter in Bielefeld gehandelt.

Im ostwestfälischen Oberzentrum tauchten zuletzt Gerüchte auf, dass Arminias in der NRW-Liga spielende 2. Mannschaft möglicherweise als Farm-Team für Rödinghausen auflaufen könnte. "Dieses Modell ist für uns nicht denkbar", meint Vortmeyer. Gleichwohl räumt er ein, "dass es irgendwo dazwischen vielleicht eine Gemeinsamkeit geben könnte." Kooperationen im Jugendbereich könnten ebenso ein Thema sein wie ein mögliches Engagement Finkemeiers als Sponsor des Drittligisten.

Der SV Rödinghausen (700 Mitglieder) spielt mit seiner 1. Mannschaft in der Landesliga und peilt einen weiteren Aufstieg an, was auch für die 2. Mannschaft (Bezirksliga) und 3. Mannschaft (Kreisliga B) gilt. Ziel des Vereins ist es, im Amateurbereich unter semi-professionellen Bedingungen die Oberliga zu erreichen. Vortmeyer: "Im Blickpunkt steht vor allem die Jugendarbeit. Wir wollen Jugendleistungszentrum werden."

Die Arbeitsbedingungen in Rödinghausen genügen bereits höchsten Ansprüchen. Horst Finkemeier spendierte vor 15 Monaten das schmucke Häcker-Wiehenstadion mit 1.500 Plätzen. Verständlich deshalb die Absicht, dort in naher Zukunft auch großen Fußball präsentieren zu wollen.

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