So wie hier Eric Agyemang scheiterten die Arminia-Spieler reihenweise an HSV-Torwart Drobny. - © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE
So wie hier Eric Agyemang scheiterten die Arminia-Spieler reihenweise an HSV-Torwart Drobny. | © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE

Arminia scheitert an Hamburgs Drobny

Drittligist spielt Bundesligastars an die Wand

Bielefeld. Eine derart glänzend aufspielende Bielefelder Mannschaft haben die Anhänger des ostwestfälischen Traditionsklubs zumindest in den letzten zwei Jahren nicht mehr gesehen. 8.215 Fans in der Schüco-Arena staunten Bauklötze, wie die Spieler des Drittligisten die Stars des Erstligisten Hamburger SV teilweise vorführten und sich Chance um Chance erarbeiteten. Am Ende hieß es aber 1:0 (Kacar/73.) für die Norddeutschen, die mit einem glücklichen Sieg nach Hause fuhren.

Arminia Bielefelds Trainer Stefan Krämer – langärmelig bekleidet – zeigte sich von der spielerischen Vorstellung seiner Mannschaft sehr zufrieden. "Wir haben großen Mut mit dem Ball bewiesen. Es ist aller Ehren wert, dass wir gegen einen Erstligisten so viele Chancen erarbeitet haben." Sechs erstklassige Möglichkeiten und eine Hundertprozentige durch Eric Agyemang, der in der 35. Minute freistehend aus vier Metern haushoch über das Tor schoss, sorgten für das Haar in Suppe, das einen rundum vergnüglichen Samstagnachmittag verhinderte.

"Unsere Offensivkräfte haben sich die Tore wohl für den Meisterschafts-Wiederbeginn am Samstag in Aalen aufbewahrt", meinte Felix Burmeister zu den Abschlussschwächen der Bielefelder. Das HSV-Tor blieb für die Arminen vernagelt.

Starke Leistung von Heithölter

Krämer nahm die ausgelassenen Torchancen nicht so tragisch, "da es nicht um Punkte ging." Vielmehr registrierte der Fußballlehrer mit großer Genugtuung, dass auch sein zweiter Anzug passt. "Nach den zahlreichen Wechseln in der zweiten Halbzeit ist bei uns kein spielerischer Bruch entstanden. Das zeigt, dass wir einen ausgeglichenen Kader haben."

Eine starke Leistung im zentralen Mittelfeld zeigte der mit einer Gastspiel-Genehmigung ausgestattete Philipp Heithölter, der nach gut einer Stunde ins Spiel kam. Heithölter schlug kluge Pässe und traf mit einem Schlenzer nur die Latte. Der vereinslose Profi empfahl sich wärmstens für einen Vertrag.

Arminias Geschäftsführer Marcus Uhlig: "Es ist sicherlich schon ein Zeichen, dass Philipp mit einer Sondergenehmigung zum Einsatz kam." Selbst wenn Maximilian Ahlschwede, der derzeit ein Probetraining bei den Offenbacher Kickers absolviert und am Wochenende zwei Testspiele bestritt, kurzfristig zu den Hessen wechseln sollte, bedeute dies aber nicht eine automatische Verpflichtung Heithölters, betonte Uhlig.

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