Kapitän wieder an Bord - Arminia erwartet HSV

Video-Interview mit Coach Krämer zum Testspiel

Markus Schuler (r.) bleibt am 16. Oktober 2004 Zweikampfsieger gegen Mehdi Mahdavikia. - © FOTO: DPA
Markus Schuler (r.) bleibt am 16. Oktober 2004 Zweikampfsieger gegen Mehdi Mahdavikia. | © FOTO: DPA
Arminias Kapitän Schuler fit gegen den HSV - © ARMINIA
Arminias Kapitän Schuler fit gegen den HSV | © ARMINIA

Bielefeld. Der Kapitän ist wieder an Bord. Rechtzeitig zum Freundschaftsspiel Arminia Bielefelds an diesem Samstag (15.30 Uhr, Live-Ticker auf nw-news.de) gegen den Bundesligisten Hamburger SV meldet sich Markus Schuler wieder zurück. Der 34 Jahre alte Routinier auf der linken Abwehrseite ist der letzte Mohikaner, der Arminias gute Zeiten in der Erstklassigkeit noch miterlebt hat.

"Wir sind alle froh, dass Markus wieder dabei ist. Er ist ein vorbildlicher Kapitän, der sich in das gesamte Projekt voll reinkniet." Stefan Krämer, Trainer des ostwestfälischen Drittligisten, hält große Stücke auf Schuler, der seit dem 1. Juli 2004 das DSC-Trikot trägt.

Nach dem unrühmlichen Abstieg aus der 2. Bundesliga blieb Schuler, um mit seiner großen Erfahrung für einen Neuaufbau zu sorgen. Diese Vorstellungen erfüllten sich nur zum Teil. Arminia erwischte einen kapitalen Fehlstart. Erst mit der Inthronisierung von Stefan Krämer als Cheftrainer lief es besser. Schuler selbst, der in der Zweitligasaison mit 29 Einsätzen Arminias Dauerbrenner war, wurde durch zwei Verletzungen (Oberschenkelzerrung und einem Bänderriss im Sprunggelenk) zurückgeworfen und verzeichnete bisher nur 13 Einsätze in der 3. Liga.

Ausnahmegenehmigung für Heithölter

Ziel des DSC-Trainers im Test gegen den Hamburger SV ist es, nicht unterzugehen. Daher werde es auch keine Wildwest-Wechsel geben, verkündete Krämer. "Ich werde eine Elf aufbieten, die auch am Wochenende danach beim VfR Aalen den Kampf um Meisterschaftspunkte wieder aufnimmt."

Markus Schuler wird in beiden Spielen mitwirken, wenn er gesund bleibt. Während seiner bisherigen Profilaufbahn hat Schuler in der 1. Liga für Arminia Bielefeld und Hannover 96 neun Duelle mit dem HSV bestritten. Lediglich ein Sieg sprang heraus: am 16. Oktober 2004 mit 2:0 in Hamburg, als Patrick Owomoyela und Delron Buckley mit ihren Toren für eine Überraschung sorgten.

Philipp Heithölter, vereinsloser Profi, der seit Wochen bei den Arminen trainiert, wird sich mit einer Gastspiel-Genehmigung einem besonderen Härtetest unterziehen. "Ich kann mir gut vorstellen, dass Philipp mindestens 30 Minuten zum Einsatz kommt", erklärte Krämer, der großes Interesse an der Verpflichtung des ehemaligen Paderborners hat. Offen hingegen ist noch der Einsatz von Innenverteidiger Manuel Hornig, der über Kopfschmerzen und Übelkeit klagt.

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Fink sorgt für neue Töne

Der Hamburger SV steht vor einer spannenden Rückrunde und träumt von einem Europa-League-Platz. Mit dem Dienstantritt von Thorsten Fink Mitte Oktober vollzog sich die Wende zum Guten. Der aus Basel verpflichtete Trainer hauchte dem verunsicherten Kader wieder Leben ein und führte den HSV vom letzten Tabellenplatz auf Rang 13. Unter seiner Regie blieb der HSV in der Bundesliga in neun Spielen ungeschlagen.

Trotz eines Rückstandes von sieben Punkten könne noch der Wunschplatz sechs erreicht werden, heißt es im Umfeld des Klubs. Das achttägige Trainingslager in Marbella erwies sich trotz der Meniskusverletzung von Gökhan Töre als voller Erfolg. Vier Testspielsiege gegen SC Lokkeren, FC Brügge, ADO Den Haag und UD Marbella sprangen heraus. Mit Heiko Westermann und Robert Tesche gehören auch zwei Ex-Arminenspieler zum HSV-Team, das bereits dem Rückrunden-Auftakt gegen Borussia Dortmund entgegenfiebert. (frz)

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