Arminia Bielefeld verliert unglücklich gegen Jena

Carl Zeiss Jena - Arminia Bielefeld 4:3 (2:1)

VON LENNART KRAUSE
Arminia Bielefeld verliert das Spiel gegen Carl Zeiss Jena mit 3:4. - © FOTO: ANDREAS ZOBE
Arminia Bielefeld verliert das Spiel gegen Carl Zeiss Jena mit 3:4. | © FOTO: ANDREAS ZOBE
Arminia Bielefeld verliert unglücklich

3:4 in Jena - © ARMINIA
Arminia Bielefeld verliert unglücklich
3:4 in Jena | © ARMINIA

Jena/Bielefeld. Die Serie von Arminia-Trainer Stefan Krämer ist gerissen. Sein Team verlor erstmals nach fünf Spielen unter seiner Führung in der 3. Liga mit 3:4 gegen Carl Zeiss Jena. Dabei sah es lange nach einer spektakulären Aufholjagd aus.

Für Stefan Krämer war der Schuldige nach dem Spiel schnell ausgemacht: "Ich kann schwer verlieren, aber besser wenn es sportlich fair war, doch heute wurden wir vom Schiedsrichter klar benachteiligt." Es war ein Handelfmeter, der Krämer zu dieser Aussage brachte.

Aber der Reihe nach: Zu Spielbeginn zeigte die Arminia, dass sie sich unter Krämer deutlich verbessert hat. Der DSC hatte das Spiel im Griff, ließ aber schon zu Beginn immer wieder Chancen nach langen Bällen zu.

Rahn köpfte zum 1:0

In der 33. Minuten schlugen die Arminen dann aber als erste zu. Nach einem Freistoß von Marc Rzatkowski köpfte Johannes Rahn aus kurzer Distanz das 1:0.

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Der Live-Ticker zum Nachlesen.

Die Tabelle

Was dann passierte, war für die Fans der Blauen unbegreiflich. Arminia verlor völlig den Faden, was die Jenaer Spieler umgehend nutzten. Zwei Minuten nach der Führung pfiff Schiedsrichter Bastian Dankert aus Rostock Elfmeter. Eine richtige Entscheidung. Zu ungestüm wurde der Jenaer Stürmer im Strafraum umgerannt.

Mit dem Ausgleich im Rücken wachte auch das Publikum auf. Jenas neuer Trainer Petrik Sander, der vor Wochen auch in Bielefeld im Gespräch war, gab von der Seitenlinie den Takt vor. Und in der 38. Minute traf Jena zum zweiten Mal.

Arminia-Abwehr schlief kollektiv

Bei dem 2:1 von Nils Pichinot schlief die Arminia-Abwehr erneut kollektiv. So konnte Pichinot trotz Doppelbewachung locker treffen.

Dann war zum Glück für den DSC Halbzeit. Arminia wollte sich neu sortieren, was nach Wiederanpfiff zunächst aber nicht funktionierte. In der 56. Minute pfiff Schiri Dankert erneut Elfmeter, den die Jenaer erneut verwandeln konnten.

Arminen-Coach wechselte daraufhin doppelt. Onel Hernandez und Eric Agyemang kamen in die Partie - und legten los wie die Feuerwehr.

Arminia am Drücker

In der 64. und 75. Minute traf Agyemang. Plötzlich stand es 3:3 und die Gäste waren am Drücker. Doch in der 80. Minute rückte Schiedsrichter Dankert in den Fokus. Er pfiff einen umstrittenen Handelfmeter, ohne zu wissen wer der Sünder war. Die Proteste der Arminen nützten nichts, Alexander Voigt trat zum zweiten Mal an und traf erneut.

Danach versuchte Arminia alles, doch es reichte nicht mehr. Arminia-Coach Stefan Krämer war nach der Partie nicht zu beruhigen. "Es stehen bei Arminia Arbeitsplätze auf dem Spiel, solche Entscheidungen dürfen nicht passieren."

Jena-Trainer Sander hingegen war zufrieden mit dem Ausgang der Partie, nicht aber mit dem Spiel seiner Mannschaft. "Irgendwann fällt man bei solchen Spielen einfach um, dafür bin ich aber noch zu jung." 

Den kompletten Spielverlauf zum Nachlesen gibt es beim Live-Ticker auf nw-news.de 

Carl Zeiss Jena - Arminia Bielefeld 4:3 (2:1)

Jena: Berbig - Ullmann, Kai-Fabian Schulz, Voigt, Landeka (71.
Krause) - Zickert - Eckardt (81. Christoph Siefkes), Lindemann (24.
Fries), Miatke - Hähnge, Pichinot.

Bielefeld:
Ortega Moreno - Dennis Riemer, Hübener, Hornig, Krük - Schütz - Johannes Rahn, Schönfeld (60. Agyemang), Rzatkowski, Hille (60. Hernandez) - Klos.

Tore: 0:1 Johannes Rahn (33.), 1:1 Voigt (35. Foulelfmeter), 2:1 Pichinot (40.), 3:1 Hähnge (56. Foulelfmeter), 3:2 Agyemang (66.), 3:3 Agyemang (75.), 4:3 Voigt (84. Handelfmeter)

Zuschauer: 4.738

Schiedsrichter: Bastian Dankert (Rostock)

Gelbe Karten: Zickert, Ullmann, Pichinot - Rzatkowski, Klos, Hornig

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