Markus Schuler, hier von Physiotherapeut Michael Schweika behandelt, fehlt wegen einer Fußverletzung - © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
Markus Schuler, hier von Physiotherapeut Michael Schweika behandelt, fehlt wegen einer Fußverletzung | © FOTO: WOLFGANG RUDOLF

Arminen-Abwehr wird umgebaut

Trainer Stefan Krämer warnt vor Jena

Bielefeld (rk). Fast eineinhalb Jahrhunderte ist es her, als der Mann, nach dem das Stadion des FC Carl Zeiss Jena benannt ist, seine Habitationsschrift verfasste. Der Titel, den Ernst Abbe 1863 für seine optischen und physischen Studien wählte, könnte gut für die aktuellen Leistungen der Jenaer Fußballer übernommen werden: "Über die Gesetzmäßigkeit in der Verteilung der Fehler bei Beobachtungsreihen".

Auch Stefan Krämer sind die vielen Fehler bei den Auftritten des Drittliga-Schlusslichts natürlich aufgefallen. Ob der Trainer des DSC Arminia daraus eine Gesetzmäßigkeit für das Punktspiel auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld (Samstag, 14.00 Uhr) ableiten kann, darf bezweifelt werden. Denn Jena hat, wie in solch prekären Tabellensituationen üblich, auf die Talfahrt reagiert und den Trainer gewechselt.

"Es kann gut sein, dass wir die ganzen Beobachtungen nicht so wie gewünscht verwenden können", mutmaßt Krämer. "Aber die Eindrücke über die Jenaer Spieler bleiben ja gleich. Und Fakt ist auch, dass wir den größten Teil unserer Konzentration auf die eigene Arbeit legen."

Arminen-Kicker waren zu früh auf dem Leistungshöhepunkt

Was also Jenas neuer Trainer Petrik Sander macht, sei ihm "relativ egal", sagt der DSC-Coach. Er habe in dieser Woche in erster Linie daran gefeilt, die verbesserte Leistung der Bielefelder weiter zu optimieren. Beispielsweise durch eine kleine Änderung in der Abfolge der Trainingseinheiten. Bei denen hatte sich eine Gesetzmäßigkeit entwickelt, an denen vielleicht Ernst Abbe seine helle Freude gehabt hätte, nicht aber Stefan Krämer.

"Uns war aufgefallen, dass unsere Spieler schon immer am Freitag in einem extrem guten Zustand waren, also einen Tag vor dem Spiel", erläutert der Chefcoach. Folglich wurde am Dienstag die Intensität erhöht, auf dass der Leistungshöhepunkt diesmal erst am Samstag erreicht wird.

Markus Schuler wird nicht zu den elf Probanden gehören, die den Beweis für die Thesen der Krämerschen Beobachtungsreihe antreten sollen: Der Kapitän zog sich eine Bänderverletzung zu und fällt vorerst aus. Die Aufstellung: Ortega - Riemer, Hübener, Hornig, Krük - Schütz - Rahn, Schönfeld, Rzatkowski, Hille - Klos.

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