Arminia-Präsident Zillies räumt zusätzlichen Finanzbedarf ein

Wasserstandsmeldung des Präsidiums

VON UWE POLLMEIER
"Eigene Spielräume

sind kaum gegeben" - © ARMINIA
"Eigene Spielräume
sind kaum gegeben" | © ARMINIA

Bielefeld. Das Präsidium des DSC Arminia Bielefeld hat sich am Freitagmittag, drei Wochen nach dem Amtsantritt, per E-Mail an die Öffentlichkeit gewandt. Viele Fans hatten sich in den vergangenen Tagen gewundert, warum von Präsident Jörg Zillies und seinem Team seit der Amtsübernahme nichts zu hören war. Nun hat das Warten ein Ende. Aus dem Schreiben an Bielefelder Medien unter der Betreffzeile "Das Präsidium informiert" wird deutlich, dass sich die finanzielle Lage noch nicht grundlegend gebessert hat.
  
"Dreimal wurde in den letzten zwölf Monaten mit großem externen finanziellem Engagement ein kompletter personeller Neustart des DSC Arminia zur sportlichen und finanziellen Stabilisierung unternommen", teilt das Präsidium mit. Die dadurch angestrebte Stabililisierung sei jedoch "nicht eingetreten", es sei sogar zusätzlicher Finanzbedarf entstanden.

Der DSC befindet sich laut Präsidium derzeit in einem "engen Geflecht von vertraglichen Verpflichtungen und finanziellen Forderungen". Zillies, und seine Präsidiumskollegen Hermann Richter und Hans-Jürgen Laufer danken den Vertragspartnern und den Sponsoren für das "außerordentliche Wohlwollen" und kündigen zugleich an, dass deren Unterstützung und Geduld weiterhin notwendig ist. "Eigene Spielräume sind kaum gegeben", heißt es deutlich.

Erhöhter Finanzbedarf muss gedeckt werden

Die aktuellen Zielsetzungen seien durch die Notwendigkeit bestimmt, den erhöhten Finanzbedarf der laufenden Saison zu decken. Sportlich spricht Arminias Führungsteam nur noch vom Ziel "Klassenerhalt". Höhere, zu Saisonbeginn eventuell gehegte Ambitionen, stehen längst nicht mehr zur Diskussion.

Das Arminia-Präsidium, bestehend aus (v.l.) Hans-Jürgen Laufer, Dr Jörg Zillies und Hermann Richter, meldet sich zu Wort. - © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
Das Arminia-Präsidium, bestehend aus (v.l.) Hans-Jürgen Laufer, Dr Jörg Zillies und Hermann Richter, meldet sich zu Wort. | © FOTO: WOLFGANG RUDOLF

Wichtig sei es auch, so Zillies, Richter und Laufer, einen realistischen Geschäftsplan für 2012/2013 auszuarbeiten, damit der Lizenzantrag, der bis zum 1. März 2012 eingereicht werden muss, eine Chance habe. "Aktuell ist daher eine äußerst enge und vertrauliche Zusammenarbeit mit den Unterstützern nötig", schreibt das Präsidium. Die Führungscrew bittet um Verständnis, dass sie aktuelle Projektstände nicht in der Öffentlichkeit diskutiert werde.

Aber die Mitglieder sollen trotzdem weiter über die Arbeit der Kluboberen im Bilde bleiben. Das Präsidium fühle sich verpflichtet, heißt es im Abschluss der Erklärung, "die Öffentlichkeit in regelmäßigen Abständen über konkrete Ergebnisse zu informieren". Die Fans müssen also warten auf die nächste Mail mit dem Titel "Das Präsidium informiert".

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