Marc Rzatkowski (l.) zeigt gegen Wehens Orlando Smeekes eine oft vermisste Tugend. - © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE
Marc Rzatkowski (l.) zeigt gegen Wehens Orlando Smeekes eine oft vermisste Tugend. | © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE

Arminia will über den Zweikampf zum Dreier

Gegen Heidenheim startet der elfte Versuch für den ersten Saisonsieg

Bielefeld (rk). Die Kulisse dürfte ähnlich sein wie zuletzt gegen den 1. FC Saarbrücken, RW Erfurt oder SV Wehen Wiesbaden. Also fünf-, sechstausend der letzten Treuen, daran gewöhnt, niedergeschlagen den Heimweg antreten zu müssen, weil wieder mal weder Resultat noch Leistung gestimmt haben beim DSC Arminia. Zumindest Letzteres wird sich ändern beim Samstagsheimspiel (Anstoß: 14.00 Uhr) gegen den 1. FC Heidenheim. Das verspricht zumindest Stefan Krämer. "Alles raushauen, sich der Situation stellen, marschieren, rennen und um jeden Grashalm kämpfen", werde sein Team, sagt der vom Co- zum Chef- aufgestiegene Trainer. Krämer erwartet, nein, verlangt, dass seine Mannschaft "die Zuschauer vom ersten Zweikampf an mitnimmt".

Mut und Risiko "in jeder Situation" will Krämer sehen, eine Verteidigung, die "weit vorn" beginnt, eine "andere Einstellung" – je länger die Auflistung der geforderten Tugenden wird, desto deutlicher wird: Alle diese Eigenschaften haben bisher weitgehend gefehlt in den zehn sieglosen Punktspielversuchen des Drittliga-Tabellenletzten. Warum, wo doch auch Krämer als Assistent des beurlaubten Markus von Ahlen die Gelegenheit gehabt hätte, dieses Pflichtbewusstsein den Spielern beizubringen? Die Antwort fällt schwer, weil "nicht in ein oder zwei Sätzen" zu formulieren. Dennoch der Versuch einer Kurzerklärung: "Nach der guten Vorbereitung sind wir durch das Stuttgart-Spiel (1:2) in eine Richtung gelenkt worden, die wir nicht haben wollten. Wir waren auch nicht vom Glück verfolgt – ob wir genug dafür getan haben, ist die andere Frage."

Krämer jedenfalls tut in der Vorbereitung etwas mehr, nämlich anderes, und lässt am Spielort Schüco-Arena trainieren. Dort also, wo die DSC-Fans seit 436 Minuten keinen Treffer mehr bejubeln durften. "Ich wollte den Jungs zeigen, dass Tore im Stadion stehen", erklärt Krämer, zufrieden mit seiner Maßnahme, denn es fielen reichlich Treffer. Die daraus resultierende Impulse müssten nun "ins Spiel transportiert werden". Dann könnte die gewohnte Kulisse mit ungewohnten Gefühlen nach Hause gehen.

Copyright © Neue Westfälische 2019
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group