Baumann und Schubert bei Arminia im Gespräch

Trainersuche nach dem Aus für Markus von Ahlen

VON JÖRG FRITZ
21.09.2011 | Stand 21.09.2011, 13:09 Uhr
Markus von Ahlen öffnet die Tür seines Autos und verlässt das Trainingsgelände an der Friedrich-Hagemann-Straße in Bielefeld. Für immer. - © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
Markus von Ahlen öffnet die Tür seines Autos und verlässt das Trainingsgelände an der Friedrich-Hagemann-Straße in Bielefeld. Für immer. | © FOTO: WOLFGANG RUDOLF

Bielefeld. Es war so gegen 23.30 Uhr, als die Gremien des Fußball-Drittligisten Arminia Bielefeld am Montag eine folgenschwere Entscheidung trafen: die Trennung von Cheftrainer Markus von Ahlen. Es war eine logische Konsequenz nach nur fünf Punkten aus zehn sieglosen Meisterschaftsspielen.

Samir Arabi, Sportlicher Leiter des im Sturzflug befindlichen Vereins, überbrachte von Ahlen die schlechte Nachricht noch in der Nacht per Telefon. "Die aktuelle sportliche Entwicklung sowie insbesondere die letzten Heimspielleistungen haben den Ausschlag für die Trennung ergeben." Das Training leiten derweil der bisherige Co-Trainer Stefan Krämer und Torwart-Coach Marco Kostmann, "die", so Interims-Geschäftsführer Marcus Uhlig, "weiterhin im Amt bleiben".

Auf der Suche nach einem Nachfolger für Markus von Ahlen sind die Verantwortlichen von Arminia nicht zu beneiden. Das Anforderungspotenzial ist simpel: ein erfahrener junger Coach, der sich in der Liga auskennt und nicht zu teuer sein darf. Die Auswahl ist nicht sehr groß. Vollkommen aus dem Rennen ist Mario Basler. "Ich weiß nur, dass Mario als Trainer arbeiten will", sagte Thomas Helmer, DSC-Aufsichtsratsmitglied, der am Montag telefonisch aus Bielefeld ständig informiert wurde, da er bei Sport 1 live auf Sendung war. "Finanziell muss Arminia aber kleinere Brötchen backen. Mögliche Vorschläge bespreche ich lieber mit Präsident Jörg Zillies und unserem Sportlichen Leiter Arabi."

"Ich kann diese Entscheidung verstehen"

Der 32-Jährige aus Aachen nimmt bei der aktuellen Trainerdiskussionen eine selbstbewusste Position ein. "Ich habe nie daran gezweifelt, meinen Job zu behalten", lautete seine Erklärung zu der Frage, ob er sich möglicherweise ebenfalls zur Disposition stellen wolle. Er hatte von Ahlen schließlich nach Bielefeld geholt.

Markus von Ahlen verabschiedete sich per Handschlag von allen anwesenden Arminen-Fans und führte sein Scheitern unter anderem auf das große Verletzungspech zurück. "Ich kann diese Entscheidung verstehen, auch wenn sie ein wenig überraschend für mich fiel." Laut Aussage von Marcus Uhlig habe die Mannschaft applaudiert, als von Ahlen seine erklärenden Abschiedsworte gesprochen hatte.

Nachfolgekandidaten sind der ehemalige Osnabrücker Coach Karsten Baumann, der gestern nicht erreichbar war, und Hans-Peter Schubert, Trainer des Regionalligisten VfB Lübeck. Der gebürtige Schwabe könne jederzeit zu einem höherklassigen Verein wechseln, heißt es in Lübecker Kreisen. Im Gespräch mit der Neuen Westfälischen gab er sich jedoch sehr reserviert. "Mit mir haben noch keine Gespräche stattgefunden. Ich bin aber für alle Seiten offen." Ein weiterer heißer Kandidat ist der ehemalige Paderborner Coach Pavel Dotchev. Zum jetzigen Zeitpunkt möchte ich mich nicht äußern", sagte Dotchev. "Es wäre nur Spekulation." Und was sagen Arminias Offizielle: "Wir werden zeitnah die Trainerfrage lösen", so Pressesprecher Marcus Uhlig.

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