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Arminia feuert Trainer von Ahlen

Ex-Coach hätte sich Klassenerhalt zugetraut

VON JÖRG FRITZ VON JÖRG FRITZ
20.09.2011 | Stand 21.09.2011, 13:33 Uhr
Arminias Ex-Trainer Markus von Ahlen gibt Radio-Bielefeld-Moderator Tim Linnenbrügger am Dienstagmorgen sein Abschiedsinterview. - © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
Arminias Ex-Trainer Markus von Ahlen gibt Radio-Bielefeld-Moderator Tim Linnenbrügger am Dienstagmorgen sein Abschiedsinterview. | © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
Arminia feuert

von Ahlen - © ARMINIA
Arminia feuert
von Ahlen | © ARMINIA

Bielefeld. Fußball-Drittligist Arminia Bielefeld hat sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Markus von Ahlen getrennt. Grund ist die anhaltende Erfolglosigkeit des Tabellenvorletzten. Torwart-Trainer Marco Kostmann und Co-Trainer Stefan Krämer werden zunächst das Mannschaftstraining übernehmen.

Die Entscheidung fiel am späten Montagabend gegen 23.30 Uhr. Der sportliche Leiter Samir Arabi informierte den Coach darüber umgehend telefonisch. "Die ganze Geschichte hat überhaupt keinen Spaß gemacht, weil unser bisheriger Trainer unfassbar gut gearbeitet hat. Er war fleißig und akribisch. Es war eine äußerst unangenehme Entscheidung, die allen sehr schwer gefallen ist", erklärte Interims-Geschäftsführer Marcus Uhlig.

Von Ahlen, der nur 157 Tage im Amt war, verabschiedete sich am Dienstagmorgen gegen 9.45 Uhr von der Mannschaft am Trainingsgelände. Unter dem Applaus seiner ehemaligen Spieler verließ er um 10.10 Uhr die Kabine. Mit Handschlag verabschiedete er sich von den etwa 25 bis 30 Fans.

Die Nachricht über seine Entlassung sei für ihn überraschend gekommen, erklärte der Ex-Coach gegenüber nw-news.de. Die Zeit in Bielefeld habe ihm sehr viel Spaß gemacht. Letztendlich sei er aber Realist und könne die Entscheidung von Arminias Gremien verstehen. Das Verletzungspech sei der Grund für Arminias schlechtes Abschneiden. Er selbst hätte sich trotz der mageren Punkteausbeute den Klassenerhalt zugetraut: "Ich hätte es geschafft." Nun wolle er noch einige private Dinge in Bielefeld regeln und könne dann mit reinem Gewissen gehen.

Der sportliche Leiter Samir Arabi sieht viele unterschiedliche Gründe für die Trennung, die aber intern bleiben sollen. Er selbst habe keinen Moment an sich gezweifelt: "Ich habe Trainer und Mannschaft ausgesucht. Für mich ist der Kader absolut drittligatauglich."

Arminia ist nun also auch offiziell ab sofort auf Trainersuche. Es soll eine Liste mit möglichen Nachfolge-Kandidaten existieren, die nun abgearbeitet werde. Bedingung: Der neue Trainer muss sich in der 3. Liga auskennen.

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