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BIELEFELD Stadion: Zehn Prozent für die Stadt reserviert

Wichtige Beschlüsse der DSC-Mitgliederversammlung

VON LOTHAR SCHMALEN
12.09.2011 | Stand 12.09.2011, 09:53 Uhr
Gerhard Harhausen ist Geschäftsführer >der Arena-GmbH & Co.KG.
Gerhard Harhausen ist Geschäftsführer >der Arena-GmbH & Co.KG.

Bielefeld. Die Stadiongesellschaft, einer der wichtigsten Bestandteile des Sanierungsplans für den DSC Arminia, nimmt immer klarere Konturen an. Gestern hat die Mitgliederversammlung des DSC weitere Beschlüsse gefasst. Darunter auch: Für Gesellschafter der öffentlichen Hand, wie zum Beispiel die Stadt Bielefeld, sind bis zu zehn Prozent Anteile vorgesehen.

Die Stadt könnte damit einen großen Teil ihrer Außenstände bei Arminia in Anteile an der "DSC Arminia Bielefeld Arena- und Liegenschafts-Management GmbH&Co. KG" – so heißt die Stadiongesellschaft offiziell – umwandeln. Wie Gerhard Harhausen, DSC-Prokurist und Geschäftsführer der Stadiongesellschaft, gestern am Rande der Mitgliederversammlung erläuterte, liege der Stadt ein entsprechendes Angebot vor. Verwaltung und letztlich die Politik müssten darüber nun entscheiden.

Den Wert des Stadions und der anderen Arminia-Immobilien (Trainingsgelände an der Friedrich-Hagemann-Straße sowie zwei Wohnhäuser in unmittelbarer Stadion-Nachbarschaft an der Melanchthonstraße) beziffert Harhausen auf rund 25 Millionen Euro. Die gesamten Außenstände der Stadt und ihrer Tochtergesellschaften hat die Stadtverwaltung zuletzt mit vier Millionen Euro angegeben.

Ziel der Stadiongesellschaft ist es, durch die Umwandlung von Krediten in Stadion-Anteile den Schuldenstand bei Arminia von knapp 30 Millionen mit einem Schlag auf 20 Millionen zu reduzieren. Zwar ist die Stadiongesellschaft im Handelsregister bereits als Tochterfirma des DSC Arminia eingetragen, die Übertragung des Stadions und der anderen Immobilien vom Verein an die neue Gesellschaft hat jedoch noch nicht stattgefunden.

"Dies wird in den nächsten Wochen geschehen, wenn der Verein wieder handlungsfähige Gremien hat", sagte Harhausen, nach dem Ausscheiden von DSC-Geschäftsführer Ralf Schnitzmeier vorläufig alleiniger Geschäftsführer der Arena-GmbH. Danach könne mit dem Veräußern von Anteilen an Dritte begonnen werden.

Die Mitgliederversammlung hat gestern außerdem beschlossen, dass maximal 49 Prozent der Stadiongesellschaft an andere Gesellschafter veräußert werden dürfen, davon wiederum maximal 39 Prozent an private Gesellschafter. Die zehn restlichen Prozent sind die Anteile, die für die Stadt reserviert sind. Übrigens darf auch kein privater Gesellschafter mehr als zehn Prozent Geschäftsanteile erhalten.

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