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Arminia-Trainer von Ahlen: "Wer viel investiert, wird irgendwann belohnt"

DSC-Coach glaubt trotz missglücktem Saisonstart an baldige Steigerung

09.08.2011 | Stand 09.08.2011, 10:04 Uhr
Arminia-Trainer:

"Wer investiert,

wird belohnt" - © ARMINIA
Arminia-Trainer:
"Wer investiert,
wird belohnt" | © ARMINIA

Bielefeld. Nach nur drei Spieltagen liegt Zweitliga-Absteiger DSC Arminia eine Klasse tiefer schon wieder auf einem Abstiegsplatz. Rainer Klusmeyer sprach mit Trainer Markus von Ahlen über den misslungenen Saisonstart.

Herr von Ahlen, erklären Sie doch bitte mal den Arminia-Anhängern, die nach zwei Wochen Sommerurlaub in die Heimat zurückgekehrt sind, warum Ihr Team trotz vorheriger guter Testspielresultate in der Zwischenzeit in vier Pflichtspielen keinen einzigen Sieg errungen hat.
MARKUS VON AHLEN: Wir haben ja schon in der Phase der Begeisterung nach unseren Achtungserfolgen gegen höherklassige Mannschaft stets betont, dass noch extrem viel Arbeit auf uns wartet. Denn wir alle wissen, dass eine extrem schwierige Situation hinter dem Verein liegt. Genau so, wie berücksichtigt werden muss, dass der neue Kader unter erschwerten finanziellen Bedingungen zusammengestellt worden ist. Trotzdem war ich immer von unseren Spielern überzeugt – und ich bin es auch immer noch.

Trotz solch ernüchternder Ergebnisse wie den Heimpleiten gegen VfB Stuttgart II (1:2) und VfR Aalen (0:1)?
VON AHLEN: Natürlich sind wir damit nicht zufrieden. Und es ist klar, dass man schöneren und abgestimmteren Fußball spielen kann. Sachlich und nüchtern betrachtet, sind wir aber in beiden genannten Spielen jeweils die Mannschaft gewesen, die mehr investiert hat. Es war nicht alles Gold. Wer jedoch so viel investiert wie wir, wird irgendwann belohnt. Erst einmal waren die Heimniederlagen Rückschläge, gar keine Frage.

Dazwischen lag das 1:5-Pokaldebakel gegen den 1. FC Nürnberg und das 1:1 in Osnabrück. Nach dem Unentschieden im Derby, das Ihre Mannschaft ja in 9:11-Unterzahl erkämpft hat, hätten viele erwartet, dass ein solches Erfolgserlebnis einen Schub für die gesamte Saison geben könnte.
VON AHLEN: Das ist mir zu schwarz-weiß gemalt. Die eine Seite ist die Psychologie: Der Punktgewinn nach einer tollen Energieleistung bedeutet zweifellos ein Positiverlebnis. Auf der anderen Seiten bleiben die objektiven personellen Fakten: Wir mussten gegen Aalen aufgrund von Verletzungen und Sperren besonders die Zentrale komplett umbauen. Wir haben uns dieser Aufgabe gestellt. Meiner Meinung nach ist es uns auch bis zur 85. Minute gelungen, weiter konstruktiv nach vorne zu spielen – obwohl zu spüren war, dass sich im Stadion eine gewisse Unruhe breit machte.

Es gibt viele Beobachter, die das anders gesehen haben. Deren Ansicht nach hatte Ihr Team gegen Aalen wie zuvor schon gegen Stuttgart ab der 70. Minute nichts mehr zuzusetzen.
VON AHLEN: Dem muss ich mit dem bereits genannten Argument widersprechen. Erst ganz am Schluss haben wir die Brechstange herausgeholt – leider ohne den erhofften Erfolg.

Sie haben die Unruhe der heimischen Fans und des gesamten Umfeldes angesprochen. Ist es da möglicherweise ganz angenehm, dass nun zwei Auswärtspartien vor Arminia liegen?
VON AHLEN: Egal ob zuhause oder auswärts – wichtig für alle ist, dass man einfach akzeptiert, wie brutal hart diese Dritte Liga ist. Das haben wir von Anfang an gesagt.

Markus von Ahlen gibt die beim DSC Arminia erwünschte Richtung vor. - © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
Markus von Ahlen gibt die beim DSC Arminia erwünschte Richtung vor. | © FOTO: WOLFGANG RUDOLF

Was muss passieren, damit die Wende zum Besseren eintritt?
VON AHLEN: Meine Bitte, mein Appell: Der Zusammenhalt aller Arminen muss da sein. Und das Verständnis für die Gesamtsituation. Des Vereins, aber auch jedes einzelnen Spielers, der ja erst einmal in Bielefeld richtig ankommen muss. Erfolgserlebnisse wären hilfreich. Aber wenn wir gemeinsam aus den bisherigen Misserfolgen gestärkt heraus kommen, wird uns das noch stärker zusammenschweißen.

Ist an weitere Neuzugänge gedacht?
VON AHLEN: Das hängt von der Beantwortung zweier Fragen ab. Wie entwickelt sich die Mannschaft? Wo besteht Bedarf? Wir haben immer gesagt, dass wir bis zum 31. August den Markt beobachten. Aber derzeit will ich keine Spekulationen anstellen.

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