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Arminias Comeback in Osnabrück

DSC-Torwart Platins ist nach 1:1 stolz auf die Mannschaft

VON CARSTEN BLUMENSTEIN
04.08.2011 | Stand 04.08.2011, 13:00 Uhr
Arminias Comeback in Osnabrück - © ARMINIA
Arminias Comeback in Osnabrück | © ARMINIA

Bielefeld. Hitzig, intensiv und aufregend. Die letzten zehn Minuten des Drittliga-Spiels zwischen dem VfL Osnabrück und dem DSC Arminia hatten alles, was ein Derby ausmacht. Die Reaktionen fielen nach dem Schlusspfiff unterschiedlich aus. "Wir haben völlig unnötig den Sieg verschenkt", sagte Osnabrücks Trainer Uwe Fuchs, während der starke Arminia-Torwart Patrick Platins meinte: "Ich bin stolz auf meine Mannschaft."

Mit neun Spielern feierte der DSC ein unglaubliches Comeback: Patrick Schönfeld erzielte den Treffer zum 1:1-Endstand in der 85. Minute. Zu diesem Zeitpunkt waren die Arminen Thomas Hübener und Felix Burmeister bereits in der Kabine. Die glatte Rote Karte wegen Tätlichkeit für Burmeister sorgte für wenig Diskussionen. "Das war klar Rot, das darf nicht passieren", sagte DSC-Sportchef Samir Arabi.

Gelb-Rot für Hübener war indes umstritten. "Die erste Gelbe Karte war in Ordnung, vor der zweiten Karte war es definitiv nicht mal ein Foul", erklärte der Geschädigte, der nun für die Partie am Samstag gegen den VfR Aalen gesperrt ist. Rückendeckung bekam Hübener ausgerechnet von dem in Bielefeld wohnenden VfL-Coach Fuchs: "Das war vielleicht ein Foul, aber nicht gelbwürdig."

Fuchs mit Arminia-Verantwortlichen auf Kriegsfuß

Ansonsten stand Fuchs mit den Arminia-Verantwortlichen auf Kriegsfuß. Vor allem mit Arabi hatte der Osnabrücker seine Probleme. "Das ist ein junger Mann, der noch nicht lange im Geschäft ist. Der soll mal entspannt bleiben", sagte Fuchs. Was war passiert? Arabi hatte dem VfL-Trainer kurz nach Spielschluss unfairen Sportsgeist vorgeworfen. "Das ist schon enttäuschend, auf welche Art und Weise sich der Trainer des Gegners verhalten hat. Seine Ausdrucksweise geht über das normale Maß hinaus", erklärte Arabi.

Arminias Rechtsverteidiger Maximilian Ahlschwede (vorne) blockiert den Schuss den Osnabrückers Fouad Idabdelhay. Im Hintergrund beobachtet Marcel Appiah die Szene. - © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
Arminias Rechtsverteidiger Maximilian Ahlschwede (vorne) blockiert den Schuss den Osnabrückers Fouad Idabdelhay. Im Hintergrund beobachtet Marcel Appiah die Szene. | © FOTO: WOLFGANG RUDOLF

Fuchs, der im Frühjahr in Kontakt mit Arminia-Gremien stand, um sich für den Posten des Sportchefs oder Trainers zu empfehlen, fand auch die Ausführungen von DSC-Coach Markus von Ahlen amüsant. In der Pressekonferenz lächelte er bei den Worten von Ahlens etwas provokativ, die für ihn destruktive Spielweise des Gegners schien ihn persönlich getroffen zu haben. Dabei sollte Fuchs erst einmal vor der eigenen Haustür kehren. Nach Informationen dieser Zeitung soll sich ein Spieler des VfL über die Motivationskünste von Fuchs vor dem Spiel lustig gemacht haben. Und zwar in einem Telefonat mit einem Arminia-Akteur.

Von Ahlen lobt "Energieleistung" der Mannschaft

Markus von Ahlen wollte die spielerischen Defizite seiner Mannschaft nicht herunterspielen. "Wir haben uns auf die einfachen Dinge konzentriert", sagte er. "Wichtig ist, dass wir einen Punkt geholt haben. Die Mannschaft hat am Ende Charakter gezeigt und eine unglaubliche Energieleistung vollbracht."

Neben Hübener und Burmeister wird für die Begegnung gegen Aalen auch weiterhin Dennis Riemer (Wadenprellung) ausfallen. Manuel Hornig ist nach seiner Meniskus-Operation wieder ins Lauftraining eingestiegen. Ob Diego Demme (erneute Probleme mit dem Sprunggelenk) und Tim Jerat (Knieverletzung) spielen können, ist noch offen.

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