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Neun Arminen erkämpfen Punkt in Osnabrück

Trotz doppelter Unterzahl holt der DSC mit viel Moral ein 1:1

VON CARSTEN BLUMENSTEIN
02.08.2011 | Stand 02.08.2011, 22:53 Uhr
In der 85. Minute besorgt der aus Oberhausen nach Bielefeld gewechselte Patrick Schönfeld (links) das 1:1 für Arminia. Teamkollege Fabian Klos jubelt danach mindestens genauso energisch wie der Torschütze. - © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
In der 85. Minute besorgt der aus Oberhausen nach Bielefeld gewechselte Patrick Schönfeld (links) das 1:1 für Arminia. Teamkollege Fabian Klos jubelt danach mindestens genauso energisch wie der Torschütze. | © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
Neun Arminen holen ersten Drittliga-Punkt - © ARMINIA
Neun Arminen holen ersten Drittliga-Punkt | © ARMINIA

Osnabrück. Das Ergebnis von 1:1 (0:0) hört sich harmlos an, doch die 90 Minuten im Drittliga-Derby Dienstagabend zwischen dem VfL Osnabrück und dem DSC Arminia hatten es an der fast ausverkauften Bremer Brücke vor 16.300 Zuschauern in sich. Vor allem die letzten zehn Minuten.

"Das war ein Punkt für die Moral", so Arminia-Coach Markus von Ahlen nach der Partie. "Wir haben uns auf die einfachen Dinge konzentriert. Spielerisch ist das zwar noch steigerungsfähig, aber wir haben wenig zugelassen."

Dabei wäre Thomas Hübener beinahe Arminias Sündenbock geworden. Sein dummes Foulspiel an der Strafraumgrenze, für das er auch mit der Gelb-Roten Karte bestraft wurde, führte zum 1:0 für den VfL durch einen abgefälschten Freistoß von Stephan Salger (81.). Damit noch nicht genug. Nur zwei Minuten später hatte der nächste Armine seinen Ausraster. Felix Burmeister sah wegen einer Tätlichkeit verdientermaßen die Rote Karte. Arminia kam aber zurück – und das in doppelter Unterzahl: Auf Pass von Fabian Klos markierte Patrick Schönfeld wiederum nur zwei Minuten später das etwas glückliche 1:1.

Die Anfangsphase gehörte den Osnabrückern

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Aus Verletzungsgründen musste DSC-Trainer Markus von Ahlen die Mannschaft umstellen. Gegenüber der Startelf aus dem Pokalspiel gegen Nürnberg (1:5) fehlte zwar nur Torschütze Tim Jerat (Knieverletzung), doch da zu wenig defensive Mittelfeldspieler zur Verfügung standen (Diego Demme fehlte wegen Sprunggelenksproblemen komplett), entschied sich von Ahlen für eine offensivere Ausrichtung von Hübener: Der Abwehrchef agierte zusammen mit Tom Schütz als Doppel-Sechs – bis zu seinem Platzverweis. Dafür kam Marcel Appiah neben Felix Burmeister als Innenverteidiger zum Einsatz.

Die Anfangsphase der ersten Halbzeit gehörte den Osnabrückern, die mit Nils Fischer und Massimilian Porcello zwei ehemalige Bielefelder auf dem Platz hatten. In den niveauarmen ersten 45 Minuten spielte sich das Duell der Zweitliga-Absteiger vor allem im Mittelfeld ab. Nennenswerte Torchancen waren nicht zu verzeichnen. Den besten Angriff der Arminia über Patrick Schönfeld verstolperte Marc Rzatkowski im Strafraum (19.). Im Gegenzug musste DSC-Torwart Patrick Platins einen Schuss von Andreas Glockner parieren. Ansonsten hielten sich beide Mannschaften mit Strafraumszenen zurück. Das Beste am Spiel war noch die Stimmung an der Bremer Brücke, mehr als 2.000 mitgereiste Arminia-Fans hatten einen großen Anteil daran.

VfL Osnabrück - Arminia Bielefeld 1:1 (0:0)

Osnabrück: Riemann – Neppe, Fischer, Mauersberger, Salger – Costa – Gardawski (76. Latkowski), Kampl, Porcello (66. Hansen), Glockner – Idabdelhay (76. Wegkamp).
Arminia: Platins – Ahlschwede, Appiah, Burmeister, Schuler – Hübener, Schütz – Rzatkowski (74. Hernandez), Schönfeld, Rahn (74. Klos) – Agyemang (80. Schneck).

Tore: 1:0 (81.) Salger, 1:1 (85.) Schönfeld.

Zuschauer: 16.300

Schiedsrichter: Bandurski

Gelbe Karten: Glockner – Rzatkowski, Rahn.

Gelb-Rote Karte: Hübener (79. wiederholtes Foulspiel).

Rote Karte: Burmeister (83., Tätlichkeit).

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