Neue Maulwurf-Attacke bei Arminia

Grünes Licht für Zukunftsanleihe des DSC

VON JÖRG FRITZ
Grünes Licht für Arminias Anleihe - © ARMINIA
Grünes Licht für Arminias Anleihe | © ARMINIA

Bielefeld. Der Maulwurf ist beim Fußball-Drittligisten Arminia Bielefeld wieder aufgetaucht. Zum wiederholten Male sind interne Mails an Bielefelder Medien weitergeleitet worden.

Diesmal veröffentlichte der Unbekannte einen Mailverkehr vom 7. Juli 2011. Es ging um die Frage, ob und wie ein Übergangspräsidium mit Hans Joachim Faber, Augustin Kwamo-Kamdem und Gerhard Harhausen installiert werden könnte. Um 14.53 Uhr verschickte Verwaltungsratschef Alexander Geilhaupt an die DSC-Gremien eine Nachricht, dass noch Abstimmungsbedarf bezüglich dieser Frage herrsche.

Wenig später folgte die Antwort von DSC-Geschäftsführer Ralf Schnitzmeier, der von fatalen Folgen für den Verein sprach (u.a.: Gehälter und Rechnungen könnten nicht bezahlt werden; die Zulassung für die 3. Liga wäre obsolet; alle Geldgeber verlören ihr Geld;, allen Spielern, auch den Jugendlichen und Amateuren, müsste innerhalb der Wechselfrist die Freigabe erteilt werden), wenn das noch zu bestimmende Übergangspräsidium nicht die noch fehlende Unterschrift für die BaFin-Behörde in Bonn zur Zukunfts-Anleihe leisten würde.

Schnitzmeier und Geilhaupt bestätigten Authentizität

Sowohl Schnitzmeier als auch Geilhaupt bestätigten die Echtheit der beiden zugespielten Mails. Nach der drastischen Warnung Schnitzmeiers an die Mitglieder des Verwaltungsrates sei ein Umdenken erfolgt, bestätigt Geilhaupt. "Wir haben noch einmal mit unseren Hauptsponsoren gesprochen und uns dann mehrheitlich für die Inthronisierung des Übergangspräsidiums ausgesprochen." Am 8. Juli folgte die Pressemitteilung, dass der Verwaltungsrat ein Übergangspräsidium bestimmt habe. Die Frage nach der Identität des Maulwurfs sowie Sinn oder Unsinn dieser Aktion konnten Schnitzmeier und Geilhaupt nicht beantworten.

Trainer Markus von Ahlen und Geschäftsführer Ralf Schnitzmeier (l.) auf einer Pressekonferenz in den Katakomben der Alm. - © ARCHIVFOTO: DPA
Trainer Markus von Ahlen und Geschäftsführer Ralf Schnitzmeier (l.) auf einer Pressekonferenz in den Katakomben der Alm. | © ARCHIVFOTO: DPA

Weitaus wichtiger als die Maulwurf-Mail war eine elektronische Post, die Arminia Bielefeld am Donnerstag um 14.05 Uhr verschickte. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erteilte grünes Licht zur Zukunftsanleihe. Alt- sowie Neuzeichner können somit ab heute die neue Anleihe zeichnen. Auch während des Testspiels gegen den AFC Sunderland am Sonntag sowie bei allen folgenden Heimspielen ist das Zeichnen der Anleihe möglich.

Hans Joachim Faber, Arminias Interimspräsident, zu den guten Nachrichten aus Bonn: "Wir können jetzt einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Bielefelder Weg machen. Die Billigung durch die BaFin hilft uns dabei enorm weiter."

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