0

Letztes Spiel, letztes Aufgebot

Arminia: In Aachen endet am Sonntag die schlimme Zweitliga-Abschiedssaison

VON RAINER KLUSMEYER
14.05.2011 | Stand 15.05.2011, 15:41 Uhr
Langzeit-Arminen-Torwart Dennis Eilhoff ist erkrankt. - © FOTO: MARC KÖPPELMANN
Langzeit-Arminen-Torwart Dennis Eilhoff ist erkrankt. | © FOTO: MARC KÖPPELMANN
Arminia: Letztes Spiel, letztes Aufgebot - © ARMINIA
Arminia: Letztes Spiel, letztes Aufgebot | © ARMINIA

Bielefeld. Der neue Aachener Tivoli also wird die Sportstätte sein, an der sich der DSC Arminia für unbestimmte Zeit aus der Bundesligawelt verabschiedet. Nach einer desaströsen Saison. Als weit vom übrigen Zweitligafeld abgeschlagener Tabellenletzter. Mit einer erdrückenden Finanzlast, die den Fortbestand des 106 Jahre alten Traditionsvereins gefährdet. Und mit einem Team, das als "letztes Aufgebot" bezeichnet werden darf.

Langzeitverletzte (Michael Delura, Benjamin Lense, Daré Nibombé) hat der DSC seit Monaten zu verkraften. Sebastian Heidinger (Innenbandteilanriss), Arne Feick (Nasenbeinbruch) und Josip Tadic (Bänderanriss im Fuß) sind drei Stammspieler, die verletzungsbedingt schon beim 2:1 über den Karlsruher SC fehlten. Und für den Vergleich mit dem TSV von 1900 Alemannia aus Aachen gesellen sich zum großen Kreis der Nicht-Mitfahrer auch die gelb-gesperrten Rüdiger Kauf und Nils Fischer, der von Achillessehnenproblemen geplagte Pavel Fort sowie Urgestein-Arminen-Torwart Dennis Eilhoff, der sich durch einen hochansteckenden Virus eine Bindehautentzündung eingehandelt hat.

"So langsam wird’s eng", kommentierte Ewald Lienen die personelle Lage vor seinem letzten Einsatz als DSC-Cheftrainer, darauf hinweisend, dass ja auch für das Mitwirken der angeschlagenen Christian Müller und Galin Ivanow niemand eine Garantie geben könne. Ob es beim Zusammenstellen des Personalpuzzles am Ende zu einem vollständigen 18er Kader-Bild reicht, bleibt vorerst fraglich. Elf kickende Profis aber werden es garantiert sein, und von denen verlangt Lienen, dass sie "sich so präsentieren, dass sich Arminia Bielefeld hoch erhobenen Hauptes in die 3. Liga verabschieden kann".

Ein Satz, aus dem der Optimismus spricht, dass der DSC die Drittligalizenz tatsächlich erhalten wird. Eine Grundhaltung, die natürlich auch das Handeln der neuen Verantwortlichen prägt. Demnächst-Trainer Markus von Ahlen und der Sportliche Leiter Samir Arabi sind laut Medienchef Marcus Uhlig "fast rund um die Uhr" bei Spielen der oberen Ligen und der A-Junioren sowie in Gesprächen mit aktuellen und erhofft-zukünftigen Spielern, machen dies mit "einer überragenden Ansprache, wie ich sie bei Arminia noch nie erlebt habe" (Uhlig). Erste Ergebnisse sollen "zeitnah" präsentiert werden – alles unter der aufschiebenden Bedingung, dass die Lizenz erteilt wird.

Jetzt weiterlesen?

Webabo abschließen und 1. Monat gratis lesen

9,90€/Monat
  • Alle Artikel frei
  • Flexibel monatlich kündbar

Jahresabo abschließen und dauerhaft sparen

99€/Jahr
  • Alle Artikel frei
  • 19,80€ im Jahresabo sparen

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group