Arminia laufen die Mitglieder weg

Rüdiger Kauf führt die Wunschliste für 3. Liga an

VON JÖRG FRITZ

Bielefeld. Die vorbereitenden Maßnahmen für die am 22. Juli beginnende Drittligasaison laufen beim Noch-Zweitligisten Arminia Bielefeld auf Hochtouren. In allen Bereichen sind die Planungen auf eine bessere Zukunft ausgerichtet.

Im sportlichen Sektor basteln Samir Arabi und der künftige Trainer Markus von Ahlen an der neuen Arminia. Auf dem zu beschreitenden "Bielefelder Weg" sollen auch etliche Akteure des aktuellen Kaders eine zentrale Rolle spielen. Gespräche mit einigen Kandidaten, wie zum Beispiel Rüdiger Kauf oder Nils Fischer, sind bereits erfolgt. Christian Müller, Sandro Kaiser, Markus Schuler, Pavel Fort, Marcel Appiah, Patrick Platins und Diego Demme stehen ebenfalls auf der Wunschliste für die kommende Saison. "Die Signale von den Spielern, die wir halten wollen, sind positiv", sagt Vorstandsmitglied Detlef Echternkamp. In der kommenden Woche, so Echternkamp, könnten möglicherweise die ersten Personalentscheidungen der Öffentlichkeit mitgeteilt werden.

Mit Mario Himsl und Ralf Santelli besitzen die von Christian Ziege geholten Co-Trainer noch gültige Verträge bis 2012. Es erscheint jedoch fraglich, ob diese beiden auch unter Markus von Ahlen eine Rolle spielen werden. Der Hamburger, der seinen Lebensmittelpunkt nach Ostwestfalen verlegen wird, favorisiert einen eigenen Kandidaten. Nach Informationen dieser Zeitung soll nur einer der bisherigen Assistenten bei Arminia bleiben und einen Job im Jugendbereich übernehmen.

"Sechs Wochen werden uns fehlen"

Im Stress befindet sich auch Martin Kollenberg, Senior Director von Arminias Vermarkter Sportfive. Das Thema Trikotsponsoring wird vorrangig von Arminias ehemaligem Spieler behandelt. "Wir sind in Gesprächen mit dem bisherigen Partner Schüco, reden aber auch mit einigen anderen Interessenten", berichtet Kollenberg. Dass die Frage der Lizenzerteilung erst Mitte Juni geklärt ist, erleichtert nicht gerade die Arbeit, betont der Vermarktungsexperte. "Sechs Wochen werden uns fehlen." Optimistischer fällt laut Kollenberg die Frage nach dem künftigen Namen der Bielefelder Spielstätte aus. "Ich gehe davon aus, dass wir mit der Firma Schüco weitermachen. Wir sind in guten Gesprächen."

Die Gründung der Stadiongesellschaft, die auf der außerordentlichen Versammlung am 5. April mit großer Mehrheit beschlossen wurde, soll zum 1. Juli erfolgen und beim Amtsgericht angemeldet werden. Die Position des Geschäftsführers ist noch nicht besetzt. Möglicherweise kann ein Präsidiumsmitglied diese Funktion übernehmen.

Die sportlichen und finanziellen Hiobsbotschaften in den vergangenen zwölf Monaten haben auch einen drastischen Mitgliederschwund zur Folge. 899 Anhänger gaben ihre Mitgliedsausweise zurück. Derzeit zählt Arminia Bielefeld 10.645 Mitglieder. Der SC Paderborn verbesserte sich von 1.850 auf 1.938 Mitglieder.

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