Arminia: Fischers Comeback ein Lichtblick bei der Niederlage in Düsseldorf

Konstant nur bei den Fehlern

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Nils Fischer | © WOLFGANG RUDOLF

Düsseldorf (rk). Zumindest mit unverhofften Comebacks vermag der DSC Arminia noch positiv zu überraschen. Beim Derby gegen den SC Paderborn stand Ende Februar plötzlich der von der Sportinvalidität bedrohte Rüdiger Kauf wieder in der Anfangself und feierte eine von den Fans umjubelte Rückkehr, wie am Vorwochenende gegen RW Oberhausen Pavel Fort. Und als dritter langzeitverletzter Spieler mischte nun – noch unerwarteter – Nils Fischer volle 90 Minuten in Düsseldorf mit.

Für den Defensivmann war die Partie deshalb, trotz der 0:2-Niederlage, "ein absolutes Highlight", hatte Fischer doch "fünfeinhalb Monate darauf hingearbeitet, in dieser Saison noch einmal wiederzukommen", nachdem er sich am 6. November in Augsburg (0:3) einen Kreuzbandriss zugezogen hatte.

Seitdem haben sich zwar die Namen des Trainers (Ewald Lienen statt Christian Ziege) und diverser Mitspieler geändert, aber nichts an den grundsätzlichen Abläufen. "Das zieht sich ja vom ersten bis zum letzten Spieltag", meinte Fischer zu den eklatanten Schwächen des Teams vor und in den beiden Strafräumen. Diesmal waren es Franck Manga Guela (36. und 61. Minute) sowie Dario Vidosic (45.+1), die Chancen ausließen, die von Coach Lienen als "tausendprozentig" eingestuft wurden.

Hätte die Abwehr standgehalten, wäre wie kürzlich in Osnabrück wenigstens das (torlose) Unentschieden herausgesprungen, das aufgrund des Spielverlaufes nicht unverdient gewesen wäre. Doch erst segelte Torhüter Patrick Platins bei Sascha Röslers Kopfball zum 1:0 (41.) an einer Ecke vorbei und meinte selbstkritisch: "Wenn ich rauskomme, muss ich den Ball auch wegfausten." Dann lieferte der als Linksverteidiger hoffnungslos überforderte Eke Uzoma per Kopf die Maßvorlage zum 2:0 von Andreas Lambertz (69.), mit dem die Partie entschieden war. "Unsere einzige Konstante ist, dass wir Abwehrfehler produzieren", kommentierte Lienen diese Szene, die "die Geschichte der Saison" erzählt.

Ginge es nach Nils Fischer, ist es für ihn nicht die letzte Serie im DSC-Dress. "Es ist mein Verein, in Bielefeld bin ich groß geworden – also möchte ich gerne weiter für Arminia spielen", sagte der 24-Jährige.

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