Arminia mit viel zu vielen Unzulänglichkeiten

Probleme gefährden Drittligatauglichkeit des Klubs

Arminia mit viel zu vielen Unzulänglichkeiten - © ARMINIA
Arminia mit viel zu vielen Unzulänglichkeiten | © ARMINIA

Bielefeld (rk). Das 2:2 an der Alten Försterei, es wird den unvermeidbar scheinenden Abstieg in die 3. Liga vermutlich ein wenig hinauszögern. Das Resultat aber ist vor allem ein weiterer Beleg für die Unzulänglichkeiten im Arminia-Aufgebot:

  • Spielverständnis: Bei Überzahlspiel, in Berlin 64 Minuten lang praktiziert, gehört es zu den Profipflichten, den Ball laufen zu lassen und den Platz breit zu machen. Arminia machte permanent das Gegenteil.
  • Disziplin: Wenn ein Co-Trainer wie Abder Ramdane durch sein provokantes Verhalten unnötig zusätzliche Emotionen schürt, wirkt sich das negativ auf das gesamte Team aus. Ramdane wurde dafür vom Schiedsrichter auf die Tribüne geschickt. Härter traf es den im Zuge dieser Rudelbildung mit Rot bedachten Union-Kapitän Torsten Mattuschka: Er wurde für ein Spiel gesperrt.
  • Kampfbereitschaft: Kaum ein Beobachter hat den Eindruck, dass sich alle Spieler gegen den Abstieg stemmen. Vize-Präsident Wilfried Lütkemeier: "Einsatz, wie von Union gezeigt, würde ich mir von unserer Mannschaft wünschen."
  • Kreativität: Fast eine Viertelstunde lang wurde in Berlin vergeblich nach einer Idee gesucht, eine 11:9-Überzahl auszunutzen. Ein Regisseur aber ist in Lienens System nicht vorgesehen.
  • Nachwuchshoffnungen: Die meisten jungen Leute (Kevin Kerr, Ensar Baykan, Marvin Studtrucker, Onel Hernandez) sind nach wenigen Profi-Einsätzen wieder im Amateurbereich verschwunden und dort mit der Zweiten auf Abstiegskurs. Marcel Appiah und Collin Quaner, beide in Berlin eingewechselt, brachten keinerlei Impulse.
  • Routiniers: Markus Schuler und Torwart Dennis Eilhoff (Lienen: "Der Torwart läuft raus, wo er es nicht muss.") waren mit ihren Patzern maßgeblich am Berliner Ausgleich beteiligt.
  • Cheftrainer: Ewald Lienen hat es in 16 Spielen nicht verstanden, die Mannschaft taktisch, technisch und kämpferisch auf Zweitliganiveau zu bringen.
  • Fazit: Der neue Sportdirektor (Ronald Maul?) hat eine Herkules-Aufgabe zu bewältigen. Werden all’ diese Probleme nicht gelöst, ist selbst Drittligatauglichkeit fraglich.

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