Arminias Hernandez herabgestuft

Lienen hält die Türen dennoch geöffnet

Arminia: 

Hernandez 

herabgestuft - © ARMINIA
Arminia:
Hernandez
herabgestuft | © ARMINIA

Bielefeld (tzi). Wer auf dem Arminen-Trainingsgelände eine Überbevölkerung erwartet hatte, wie sie gelegentlich in Strafräumen herrscht, sah sich getäuscht. Ewald Lienen versammelte 22 Spieler um sich, und nachdem Christian Müller mit Schwindelgefühlen in die Kabine gegangen war, musste Co-Trainer Mario Himsl bei der abschließenden Trainingspartie die Nicht-Leibchen-Träger-Elf sogar auffüllen.

Was sich tags zuvor mit der Mannschaftsfoto-Fülle als Problem angedeutet hatte, 32 Spieler plus zwei später nachrückende Verletzte während der Übungseinheiten zu beschäftigen, erweist sich im Alltag als bereits bewältigte Aufgabe. Kurzzeitige Ausfälle wie Müller, Sandro Kaiser (Bluterguss im Oberschenkel) und Franck Manga Guela (steigt in Kürze ins Mannschaftstraining ein) reduzieren den Kader genau so regelmäßig wie Langzeitverletzte, bei Arminia derzeit noch Michael Delura, Benjamin Lense und Pavel Fort (der allerdings schon behutsam ans Teamtraining herangeführt
wird).

Talent: Onel Hernandez’ Fertigkeiten sind vorerst bei den Profis nicht mehr gefragt. - © FOTO: WEISCHE
Talent: Onel Hernandez’ Fertigkeiten sind vorerst bei den Profis nicht mehr gefragt. | © FOTO: WEISCHE

Darüber hinaus pausierten Diego Demme und Morike Sako nach ihrem Einsatz am Dienstag in der Regionalligamannschaft. Der junge Demme (19) und der lange Sako (2,02 Meter) stehen für die Durchlässigkeit in Lienens System. "Wenn wir einem Spieler sagen, dass er in der U 23 antreten soll, gilt das nicht für alle Zeiten. Die Türen sind offen, nach unten und nach oben", erklärt der Chefcoach.

Für Onel Hernandez (18), der unter Lienen eine zeitlang als beste offensive Einwechseloption galt, und Orhan Mustafi (20), den Lienen viermal in seiner Startelf berücksichtigte, ging es dennoch erst einmal fest "nach unten".

Somit hat Lienen eine Trainingsgruppe beisammen, die im Normalfall seiner Idealvorstellung von "25 bis 28 Mann" entspricht: "Mehr sollten es nicht sein, weil sonst zu viele Unzufriedene auf dem Platz stehen." Für die jungen Spieler, die demnächst nicht mehr regelmäßig am Profi-Training beteiligt sind, hat Lienen auch eine Alternative parat: "Für die gibt es ein Talentetraining. So behalten wir sie kontinuierlich im Blick."

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