Bielefelds Theater-Intendant drückt die Daumen für Arminia

INTERVIEW: Heicks wünscht Arminia einen Lauf

VON STEFAN BRAMS
"Ich wünsche

Arminia einen Lauf" - © ARMINIA
"Ich wünsche
Arminia einen Lauf" | © ARMINIA

Bielefeld. Sportlich schlägt das Herz von Michael Heicks (54) für Borussia Mönchengladbach und den DSC Arminia. Beide Vereine stehen im Tabellen-Keller der Ersten beziehungsweise der Zweiten Bundesliga. Stefan Brams spracht mit dem Bielefelder Theater-Intendanten über die Lage bei Arminia und die Chance, den Abstieg aus Liga Zwei noch zu verhindern.
  
Herr Heicks, wann waren Sie zuletzt in der Schüco-Arena?
MICHAEL HEICKS: Oh, das ist schon eine Weile her. Irgendwann in der letzten Saison.

Was hat sie gehindert wieder hinzugehen – die schlechten Spiele?
HEICKS: Nein. Es lag einzig und allein an der vielen Arbeit, die ich hatte und habe.

Leiden Sie darunter, dass die Arminia derzeit auf dem letzten Tabellenplatz steht?
HEICKS: Ja, vor allem wenn ich mitkriege, wie schnell sie immer in Rückstand geraten. Ich hoffe, dass sich das in der Rückrunde ändert.

Bielefelds Theater-Intendant Michael Heicks. - © FOTO: REIMAR OTT
Bielefelds Theater-Intendant Michael Heicks. | © FOTO: REIMAR OTT

Sie sind ja ein Spezialist fürs dramatische Fach. Die Lage bei Arminia ist dramatisch. Was rät der Theatermann dem Verein.
HEICKS: Theater und Fußball haben sehr viel gemeinsam. Der Trainer wie auch der Intendant müssen eine Mannschaft aufstellen und es gilt einen Gesamtkomplex so fit zu machen, das er im richtigen Moment reibungslos funktioniert. Zudem spielen wir beide immer live. Dennoch kann ich keine Tipps fürs Spiel geben. Aber mir ist aufgefallen, dass bei der Arminia insgesamt zu wenig Teamgeist zu erkennen ist. Das Zusammenspiel aller ist noch nicht optimal aufgestellt. Da muss mehr passieren. Ein Club wie Mainz macht vor, wie das geht. Dort haben sie sich ein neues Konzept verpasst, sind viel dynamischer geworden, haben eine Marke kreiert, auf Veränderungen schnell reagiert und sich die richtigen Leute geholt. In diese Richtung muss Arminia mehr tun.

Wie kann es gelingen, dass eine ganze Region für Arminia aufsteht?
HEICKS: Die Begeisterungsfähigkeit wird im Fußball in erster Linie auf dem Platz erzeugt. Also muss zu allererst gut gespielt und auf dem Rasen alles gegeben werden, dann ziehen die Menschen auch wieder mit. Abseits davon halte ich es für wichtig, eine Zäsur einzuleiten, sich wirklich neu und jung aufzustellen sowie sich für den Neuaufbau, der ein langer Weg sein wird, auch Zeit zu geben. Beim Marken- und Imageausbau könnte der Verein gut an seiner originellen Mitglieder-Kampagne anknüpfen. Da ist Potential drin, eine Region zu begeistern.

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