Arminias Youngster sollen Kohlen aus dem Feuer holen

Lob für Demme und Hernandez / Planungen für 3. Liga

VON JÖRG FRITZ
Diego Demme (r.) setzt sich im Duell mit dem Fürther Nicolai Müller durch und liefert eine ordentliche Partie ab. - © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
Diego Demme (r.) setzt sich im Duell mit dem Fürther Nicolai Müller durch und liefert eine ordentliche Partie ab. | © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
Lob für Demme

und Hernandez - © ARMINIA
Lob für Demme
und Hernandez | © ARMINIA

Bielefeld. Ralf Schnitzmeier ist in diesen Tagen nicht zu beneiden. Arminia Bielefelds Geschäftsführer rührt in vielen Töpfen – finanzieller und sportlicher Art.

Der leitende Angestellte des Fußball-Zweitligisten verbreitete nach dem 1:4 gegen Greuther Fürth vorsichtigen Optimismus, "dass schon recht bald der Name der ersten Neuverpflichtung bekannt gegeben werden kann".

Dass Arminia ohne Verstärkungen sang- und klanglos absteigen wird, wurde gegen Fürth erneut deutlich. Mit dem erstmals in der Profimannschaft eingesetzten Diego Demme (19) und dem zur zweiten Halbzeit eingewechselten Onel Hernandez (17) gehörten zwei Teenager zu den stärksten Spielern der Gastgeber. "Es ist derzeit so, dass die jungen Spieler die Kohlen aus dem Feuer holen sollen. Aber das machen sie sehr gut", lobte Routinier Markus Bollmann die beiden Youngster ebenso wie Trainer Ewald Lienen.

Neuville ist nur noch ein Schatten früherer Tage

Vor allem im Offensivbereich gibt es große Defizite. Besart Berisha verlor als einzige Spitze zu viele Bälle und Zweikämpfe. Oliver Neuville, in der 72. Minute eingewechselt, ist nur noch ein Schatten früherer Tage. Schwach war auf der rechten Außenbahn erneut der junge Orhan Mustafi, für den die 2. Liga eine Nummer zu groß ist.

Schnitzmeier ist sich sicher, dass für sämtliche Positionen, die gesucht werden, geeignete Kandidaten gefunden werden. "Wir holen nur Spieler, die uns verstärken werden. Nur so ist der Klassenerhalt möglich." Grundlage hierfür soll das Trainingslager in Belek (1. bis 8. Januar) bilden, "an dem alle neuen Spieler schon teilnehmen sollen", so Schnitzmeier.

Parallel laufen beim Zweitliga-Schlusslicht auch die Planungen für eine mögliche Spielzeit in der 3. Liga. Sämtliche aktuellen Spielerverträge wären dann ungültig. "Ich schließe nicht aus, dass wir auch für diese Klasse die Lizenz von der Deutschen Fußballliga erhalten", meint Schnitzmeier. "Es wird schwierig, aber ich sehe es als nicht ausgeschlossen an." Unterstützung auf diesem Gebiet erhält der 45-Jährige vom Verwaltungsrat.

Möglicher Abstieg wird als einmaliger Unfall gesehen

In diesem Gremium wird ein möglicher Abstieg als einmaliger Betriebsunfall gesehen. Nach ersten Hochrechnungen könnte ein Drittliga-Etat zwischen 10 und 15 Millionen Euro betragen. Schließlich soll eine sofortige Rückkehr in die 2. Liga angepeilt werden, lautet die Ansicht dieses Gremiums.

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