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Fans sollen DSC Flügel verleihen

Mit letztem Aufgebot und viel Optimismus ins Kellerduell

VON RAINER KLUSMEYER
18.09.2010 | Stand 17.09.2010, 18:19 Uhr
Arminias Kellerduell gegen FC Ingolstadt - © ARMINIA 2
Arminias Kellerduell gegen FC Ingolstadt | © ARMINIA 2

Bielefeld. Von vorn bis hinten fehlen immer noch und neuerdings Spieler, denen Leistungsträger-Funktionen zugedacht waren. "Das bedeutet, dass sich der Kader diesmal fast von alleine zusammensetzt", meint Arminias-Trainer Christian Ziege zur personellen Lage vor dem Duell der Punktlosen mit dem Zweitliga-Neuling FC Ingolstadt am Sonntag (Anstoß 13.30 Uhr) in der Schüco-Arena.

Pavel Fort, zweiterfolgreichster Torschütze der Vorsaison, fällt langfristig für den Angriff aus. Rüdiger Kauf, jahrelanger Mittelfeld-Rackerer, muss sein Jubiläum des 100. Zweitliga-Einsatzes wegen Kniebeschwerden bis voraussichtlich zum nächsten Heimspiel gegen Erzgebirge Aue (Samstag, 25. September, 13.00 Uhr) verschieben. Benjamin Lense, wahlweise für Innen- und Außenverteidigung einsetzbar, liegt für wahrscheinlich zwei Monate auf Eis. Der Faktor Routine hat sich arg reduziert vor einer Partie, in der Erfahrung mit kritischen Tabellensituationen gefragt ist.

Nils Fischer (r.) dokumentiert gegen Nils Petersen von Energie Cottbus die Grundhaltung, die am Sonntag gegen Ingolstadt vonnöten sein wird. - © FOTO: TOM SUNDERMANN
Nils Fischer (r.) dokumentiert gegen Nils Petersen von Energie Cottbus die Grundhaltung, die am Sonntag gegen Ingolstadt vonnöten sein wird. | © FOTO: TOM SUNDERMANN

Als Chefcoach ist Ziege verpflichtet, Mut zu machen und Optimismus zu verbreiten. Der ehemalige Nationalspieler setzt deshalb "großes Vertrauen" in "seine Jungs", denen er zutraut, "trotz der Negativserie die ersten drei Punkte zu holen". Ein bisschen zusätzliche Hilfe von außen aber kann nicht schaden: Als "tolle Sache, die wir auch Sonntag unbedingt brauchen", bezeichnete Ziege deshalb die Unterstützung durch die Fans.

"Großartig" sei die gewesen beim unglücklichen 1:2 daheim gegen Energie Cottbus. "Noch besser" beim schmeichelhaft knappen 1:3 in Berlin. Und wenn es gelingt, dieses "Zusammenspiel" auch gegen Ingolstadt hinzubekommen, ginge es natürlich "ein Stück weit leichter", den Drei-Punkte-Plan umzusetzen.

Ingolstädter Spiele angesehen

Denn schwer genug wird’s nicht nur wegen der vielen eigenen Misserfolgserlebnisse werden. Der Gast sei zudem "längst nicht so schlecht", wie es die Tabelle vermuten ließe. Mehrfach hat der DSC-Coach Ingolstädter Spiele angesehen, speziell beim 1:4 in Duisburg hat ihn der Aufsteiger überzeugt – allerdings vergessen, seine klaren Chancen zu einer Führung in der Anfangsphase zu nutzen.

Dem Gast aus Bayern solche Gelegenheiten erst gar nicht zu eröffnen, ist eine der Aufgabenstellungen für das umformierte Arminia-Team. Manuel Bölstler und Baldo di Gregorio werden wohl neu in die Anfangself kommen, um in hinteren Reihen für ein "Zu Null" zu sorgen.

Im Offensivbereich steht Alon Abelski (Ziege: "Er brauchte eine Denkpause, hat danach im Training positive Ansätze gezeigt") vor seiner Rückkehr in die Startformation. Morike Sako könnte als zweiter Angreifer neben Ersatz-Kapitän Oliver Neuville anspielen. Von allen erwartet Ziege, dass sie "alles für den ersten Heimsieg tun".

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