Arminia Bielefeld will Lösung ohne städtisches Darlehen finden

Wolfgang Brinkmann: "Wir schaffen es!"

VON DIRK-ULRICH BRÜGGEMANN
Arminia will Lösung ohne Stadt-Darlehen - © ARMINIA
Arminia will Lösung ohne Stadt-Darlehen | © ARMINIA

Bielefeld. Arminia Bielefeld will bis Dienstag eine Lösung finden, ohne die 500.000 Euro der Stadt Bielefeld annehmen zu müssen. Dies teilte Wolfgang Brinkmann, designierter Präsident des Fußball-Zweitligisten, am Samstagvormittag in einem Interview mit Radio Bielefeld mit.

Brinkmann wollte die Ratssitzung vom Freitagnachmittag nicht bewerten, aber er machte deutlich, dass die beschlossene Hilfe in Höhe eines Darlehens von 500.000 Euro "nur ein Symbol" sei. Die Sondersitzung des Bielefelder Stadtrates sei für ihn "ein Feilschen wie auf einem Basar gewesen". Während der Sitzung habe Brinkmann festgestellt, das "Bielefeld geteilt sei". Eine Hälfte hätte sich für eine kommunale Hilfe für den Verein ausgesprochen, die andere sei dagegen gewesen.

Wenn Arminia Bielefeld den beschlossenen Kredit in Höhe von 500.000 Euro nicht in Anspruch nähme, sei dies für Brinkmann "ein Signal für Bielefeld und den Frieden in der Stadt".

Wolfgang Brinkmann - © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE
Wolfgang Brinkmann | © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE

Der angehende DSC-Präsident machte vor dem Radio-Mikrofon noch einmal deutlich, dass nun 2,85 Millionen Euro mehr gebraucht werden, damit die Lizenz für den Verbleib in der 2. Bundesliga von der DFL erteilt werden kann.

Konkrete Signale aus der Wirtschaft

Freitagabend nach der Ratssitzung hätten Verwaltungsrat, Präsidium und Aufsichtsrat von Arminia Bielefeld getagt und seien zu der einhelligen Meinung gekommen: "Jetzt erst recht!" erklärte Stadtwerke-Chef Wolfgang Brinkmann über den Sender.

Brinkmann betonte weiter, dass es aus der heimischen Wirtschaft konkrete Signale zur Hilfe gegeben habe. "Ich bitte um Verständnis, dass ich keine Firmennamen nennen kann, weil ich mich zur Verschwiegenheit verpflichtet habe," erklärte er.

Die vom Stadtrat beschlossene Unvereinbarkeit der Ämter des Arminen-Präsidenten und des Stadtwerke-Chefs sei für Brinkmann eine "unwichtige Sache". Brinkmann sei vom Verein und aus der Wirtschaft um Hilfe gebeten worden. "Ich bin nicht weggelaufen wie einige andere," bekräftige Brinkmann seinen Willen zur Kandidatur um das Präsidentenamt, zu der er auch aus den Kreisen der Wirtschaft aufgefordert worden sei. "Es werden nicht die entscheiden, die uns nicht geholfen haben," so Wolfgang Brinkmann wörtlich.

Nach der Ratssitzung, als sich Brinkmann vor dem Rathaus den wartenden Fans gestellt hatte, sei er dort gebeten worden, weiter zu machen und sich für die Lizenz einzusetzen.

Dauerkarten kaufen

Die Realisierung eines Spendenkontos, auf dem die Fans ebenfalls ihren Beitrag leisten könnten, sieht Brinkmann als schwierig in der Kürze der Zeit an. "Die größte Hilfe ist es, wenn die Fans eine Dauerkarte für die nächste Saison kaufen," appellierte er an die Fußballfreunde. "Ich wünsche mir mehr verkaufte Dauerkarten als in der letzten Saison."

Abschließend gab sich Brinkmann zuversichtlich, dass Arminia Bielefeld am nächsten Freitag die Lizenz für die zweite Fußball-Bundesliga endgültig erteilt wird. "Wir schaffen es!" war sein Schlusswort im Radio-Bielefeld-Interview.

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